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Kreml ändert seinen Ton: Jetzt geben sogar Putins Leute zu, dass es ein echter Krieg ist

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Der Kreml versuchte auch, ein positives Bild seines Fortschritts auf dem Schlachtfeld zu vermitteln.

Worte prägen das Verständnis der Menschen für globale Konflikte. Regierungen passen ihre öffentliche Kommunikation ständig an, um die Reaktionen der Bürger im eigenen Land sorgfältig zu steuern. Doch wenn der Druck steigt, kann ein langjähriges offizielles Narrativ plötzlich vollständig verschwinden.

Das Narrativ ändert sich

Über vier Jahre lang weigerten sich russische Führungspersönlichkeiten, ein bestimmtes Wort zu verwenden. Die Invasion der Ukraine wurde von Anfang an strikt als „Spezialmilitäroperation“ bezeichnet. Diese genehmigte Sprachregelung wurde vehement durchgesetzt.

Nun hat sich die Kommunikation abrupt geändert. Der Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow sprach kürzlich mit dem russischen Nachrichtenportal Vesti, wie Onet berichtete. Dabei habe er gegenüber dem Sender eingeräumt, dass der Konflikt zu einem echten Krieg eskaliert sei.

Der Sprecher machte internationale Verbündete für diese plötzliche Kehrtwende verantwortlich. Er zeigte direkt auf Berlin, Paris, Den Haag, Oslo und Washington.

Laut Peskow setzten diese spezifischen Nationen fortschrittliche Satellitentechnologie ein, um Angriffe tief innerhalb der russischen Grenzen zu lenken. „Unter solchen Bedingungen sollten wir erkennen, dass das Kiewer Regime zu allem bereit ist“, warnte er.

Harter Gegenschlag

Peskow wies die tatsächliche militärische Stärke der Ukraine schnell zurück. Er beharrte darauf, das Nachbarland täusche seinen strategischen Einfluss vollständig vor. Der Kreml-Beamte beschrieb deren jüngste Gegenangriffe als bloßen Gegenschlag gegen eine weitaus größere Macht.

„Diejenigen, die die Situation gut verstehen, erkennen die Sinnlosigkeit dieser Versuche“, sagte Peskow gegenüber Vesti.

Doch die Realität vor Ort zeichnet ein ganz anderes Bild. Das Center of Europe berichtete, dass Russland derzeit die schlimmste Treibstoffkrise seiner modernen Geschichte durchmache.

Ukrainische Drohnen und selbstgebaute Raketen haben in den letzten Monaten wichtige Infrastruktur schwer beschädigt. Diese Angriffe reduzierten die Ölverarbeitungskapazität des Landes um fast die Hälfte. Deshalb leiden gewöhnliche russische Bürger unter weit verbreiteten Treibstoffengpässen und Rationierungen.

Eine sich wandelnde Frontlinie

Der Kreml versuchte auch, ein positives Bild seines Fortschritts auf dem Schlachtfeld zu vermitteln. Peskow behauptete, seine Truppen hätten die Stadt Konstantynówka problemlos eingenommen.

„Unsere Soldaten folgen dem Plan, und wir sehen konkrete Ergebnisse“, erklärte er.

Allerdings kontrollieren ukrainische Truppen dieses Gebiet weiterhin vollständig. Präsident Wolodymyr Selenskyj schlug sogar vor, ein Treffen mit Wladimir Putin genau in dieser umkämpften Stadt abzuhalten.

Militäranalysten stellen einen massiven Rückgang des russischen Momentums an den Frontlinien fest. Experten teilten dem Center of Europe mit, dass das Offensivtempo im Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahr um das 16-Fache gesunken sei.

Quellen: Vesti, Center of Europe, Onet