Startseite Welt Kritiker warnen: Trumps jüngster Schritt „könnte zu einem Bürgerkrieg führen“

Kritiker warnen: Trumps jüngster Schritt „könnte zu einem Bürgerkrieg führen“

Donald Trump
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Andere Beobachter wiesen schnell auf die massiven juristischen Hürden in Trumps Weg hin.

Wenn politische Führer vor bevorstehenden Wahlen stehen, graben sie oft in der Vergangenheit, um die Erzählung zu ändern.

Einige wärmen alte Konflikte auf, nur um das Rampenlicht zu verschieben.

Nun lässt ein brisanter neuer Bericht Rechtsexperten wegen eines massiven Verfassungsrisikos Alarm schlagen.

Eine erstaunliche Behauptung

Präsident Donald Trump bereitet sich Berichten zufolge auf eine wichtige Rede vor. Er soll angeblich planen, zu erklären, dass Georgias demokratische Senatoren, Jon Ossoff und Raphael Warnock, ihre Sitze illegal innehaben.

Die kolportierte Strategie stützt sich stark auf seine anhaltenden Behauptungen, die Präsidentschaftswahl 2020 sei gestohlen worden. Dieses Gerücht löste schnell Schockwellen in den sozialen Medien aus und zog scharfe Warnungen von Analysten nach sich.

Der Podcaster Chris Mowrey gab online eine unverblümte Einschätzung der Lage ab. „Die Dinge werden sehr, sehr, sehr schlimm werden“, schrieb er laut AlterNet auf X.

Die Autorin Shannon Watts schloss sich dieser düsteren Einschätzung an. Sie schrieb, dieses politische Manöver könne „zu einem Bürgerkrieg statt zu Zwischenwahlen“ führen.

Juristische Hürden

Andere Beobachter wiesen schnell auf die massiven juristischen Hürden hin, die Trumps kolportiertem Vorhaben im Wege stünden. Der Politikberater Adam Cochran erläuterte die verfassungsrechtliche Realität des Versuchs, einen amtierenden Gesetzgeber seines Amtes zu entheben.

„So funktioniert das nicht“, erklärte Cochran online. Er erklärte, dass ein vereidigter Senator nicht einfach ohne Ausschluss durch seine Kollegen entfernt werden könne.

Cochran wies auch auf den Zeitpunkt dieser kolportierten Ankündigung hin. „Drittens erfolgt diese plötzliche ‚Ankündigung‘ zu einem Zeitpunkt, da Trump zwei Senatoren weniger hat und verzweifelt versucht, ein Gesetz zu verabschieden“, fügte er hinzu.

Der Journalist Pedro L. Gonzalez deutete an, der Schritt offenbare eine tiefe politische Angst. Ossoff gelte derzeit als sehr aussichtsreicher künftiger Präsidentschaftskandidat der Demokraten, merkte der Journalist an.

Rückblick auf die Fakten

Der Fokus auf Georgia ruft natürlich die früheren juristischen Probleme des Präsidenten dort in Erinnerung. Melanie D’Arrigo, eine Führungskraft der National Organization for Women, erinnerte die Wähler schnell an die Folgen der vorherigen Wahl.

Sie verwies auf den Moment, in dem Trump Beamte angeblich unter Druck gesetzt habe, das Endergebnis zu ändern.

„Dieselbe Wahl in Georgia, bei der Donald Trump von einer Jury seiner Kollegen angeklagt wurde, weil er versucht hatte, den Staatssekretär von Georgia, Brad Raffensperger, unter Druck zu setzen, ‚11.780 Stimmen zu finden‘, um die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 des Staates zu kippen?“, schrieb D’Arrigo.

Konservative Stimmen wehren sich ebenfalls dagegen, diese alten Streitigkeiten wieder aufzugreifen. George F. Will, Kolumnist der The Washington Post, hob in einem Artikel für die Zeitung einen Bericht aus dem Jahr 2022 hervor, der 64 verschiedene vom Präsidenten eingereichte Klagen untersuchte.

„Trumps Trefferquote? 0,016“, schrieb Will in seiner jüngsten Kolumne. Sogar der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger äußerte sich zu den neuen Berichten und nannte den Plan „wahnsinnig. WAHNSINNIG.“

Quellen: AlterNet, The Washington Post