Trump sorgt mit KI-Bild, das Amerikas Übernahme von vier Nationen zeigt, für neue Kontroversen.
Donald Trump hat die Debatte über seine langjährige Expansionsrhetorik erneut entfacht, nachdem er ein KI-generiertes Bild geteilt hatte, das die Vereinigten Staaten bei der Annexion mehrerer souveräner Staaten zu zeigen scheint.
Ohne eine Bildunterschrift oder Erklärung hinzuzufügen, teilte der Präsident das Bild auf Truth Social erneut, was online neue Kritik hervorrief und die Aufmerksamkeit auf seine früheren Kommentare zu Grönland, Kanada, Kuba und Venezuela lenkte.
KI-Bild belebt bekannte Ambitionen wieder
Das digital erstellte Bild zeigt Trump, wie er im Oval Office mehrere Staats- und Regierungschefs trifft und dabei eine von der amerikanischen Flagge bedeckte Karte hochhält.
Kanada, Grönland, Kuba und Venezuela sind alle unter den Sternen und Streifen abgebildet – Gebiete, von denen Trump zu verschiedenen Zeiten vorgeschlagen hat, die Vereinigten Staaten sollten sie erwerben oder kontrollieren.
Ähnliche Bilder sind bereits zuvor in Trumps sozialen Medien aufgetaucht. Anfang dieses Jahres teilte er ein weiteres KI-generiertes Bild, das Grönland als amerikanisches Territorium darstellte.
Kritiker verspotten den Beitrag
Der jüngste Upload verbreitete sich schnell in den sozialen Medien, wo Kritiker sowohl die Botschaft als auch Trumps anhaltenden Fokus auf territoriale Expansion infrage stellten.
Ein Nutzer schrieb sarkastisch: „Nobelpreisverdächtig, das sei es.“
Ein anderer reagierte mit den Worten: „Trump gefalle das Bild von sich selbst als dem Mann, der Amerika erweitere, andere Länder dominiere, Verbündete demütige und die Welt per persönlichem Dekret neu ordne. Amerikaner und Menschen auf der ganzen Welt sähen ihn als Witzfigur und fragten sich, wie dieses Land für ihn gestimmt habe.“
Andere scherzten, dass, wenn Venezuela auf der Karte erscheine, Kuba bald folgen könnte.
Ausländische Staats- und Regierungschefs haben sich gewehrt
Trumps Kommentare zur Erweiterung des US-Territoriums haben wiederholt scharfe Reaktionen von ausländischen Regierungen hervorgerufen.
Der kanadische Premierminister Mark Carney wies Trumps Vorschläge bezüglich Kanada und Grönland zuvor zurück und warnte vor einer Welt, in der mächtige Nationen internationale Regeln im Streben nach ihren eigenen Interessen ignorieren.
Unterdessen hat auch Venezuela Trumps Rhetorik zurückgewiesen. Nachdem Washington behauptet hatte, es würde das Land nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro beaufsichtigen, betonte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez: „Venezuela ist keine Kolonie, sondern ein freies Land.“
Obwohl das jüngste Bild keine schriftliche Erklärung enthielt, belebte es ein bekanntes Thema aus Trumps Präsidentschaft und entfachte schnell eine internationale Diskussion über Äußerungen, die Verbündete und Rivalen gleichermaßen wiederholt zurückgewiesen haben.

