Startseite Welt Russischer Geschäftsmann will „The Spirit of Anchorage“ als Parfüm verkaufen

Russischer Geschäftsmann will „The Spirit of Anchorage“ als Parfüm verkaufen

Donald Trump, Vladimir Putin
Benjamin D Applebaum / Wiki Commons

Der Geschäftsmann hofft, die kommerziellen Markenrechte für eine Marke zu sichern.

Globale Diplomatie führt gewöhnlich zu formalen Verträgen, angespannten Händedrücken und endlosen Pressekonferenzen.

Doch gelegentlich inspiriert ein wichtiges politisches Treffen etwas völlig Unerwartetes in der Geschäftswelt.

Ein berühmter politischer Moment könnte bald im Badezimmerregal stehen.

Den Gipfel abfüllen

Ein russischer Unternehmer möchte ein großes geopolitisches Ereignis in eine Reihe von Körperpflegeprodukten verwandeln. Er reichte am 10. Juli offizielle Unterlagen bei Rospatent, der nationalen Behörde für geistiges Eigentum, ein. Das Endziel ist höchst ungewöhnlich.

Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS, zitiert von Hotnews, beantragt der Antrag die exklusive Genehmigung zur Registrierung einer sehr spezifischen Phrase.

Der Geschäftsmann hofft, die kommerziellen Markenrechte für eine Marke mit dem Titel „The Spirit of Anchorage“ zu sichern.

Falls Regierungsbeamte dem Antrag zustimmen, wird diese diplomatische Phrase Flaschen von Parfüm und Eau de Cologne zieren. Der bizarre Geschäftsschritt wurde zuerst von lokalen russischen Medien bekannt gegeben. Später wurde er von der Nachrichtenagentur EFE hervorgehoben.

Das Eis brechen

Der vorgeschlagene Kosmetikmarkenname verweist direkt auf einen wichtigen historischen Moment vom letzten Sommer. US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin trafen sich am 15. August 2025 zu einem erwarteten Gipfeltreffen in Alaska.

Dieses Treffen markierte ihr erstes großes persönliches Zusammentreffen, seit der republikanische Führer das Weiße Haus zurückerobert hatte. Es diente auch als entscheidender diplomatischer Meilenstein nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine.

Moskau lobte das Ergebnis der Verhandlungen in Alaska laut der Nachrichtenagentur Agerpres sehr. Für den russischen Staatschef durchbrach das stark publizierte Ereignis erfolgreich eine lange Periode strenger internationaler diplomatischer Isolation.

Verblassende politische Versprechen

Nach dem Treffen in Alaska bewarben Regierungsbeamte intensiv die positive Atmosphäre, die die beiden Staatschefs umgab. Der Kreml erklärte, dass diese neu gefundene Verbindung dazu beitragen würde, die komplizierten Beziehungen zwischen Washington und Moskau zu normalisieren.

Beide Seiten hofften zunächst, dass der erneuerte Dialog den Weg für eine solide Lösung des anhaltenden Konflikts in der Ukraine ebnen würde. Diese optimistische Vision steht jedoch derzeit vor großen Herausforderungen. Die Realität hat sich als wesentlich schwieriger erwiesen.

Friedensverhandlungen sind seit Februar völlig eingefroren geblieben. Der russische Außenminister Sergei Lawrow räumte kürzlich ein, dass der gefeierte diplomatische Geist angesichts dieser ins Stocken geratenen Bemühungen schnell zerfällt.

Nun könnte das Erbe dieses historischen Treffens länger als kommerzieller Duft überdauern denn als dauerhafter politischer Durchbruch.

Quellen: Hotnews, TASS, Agerpres, Russische Medien