Die plötzliche Umbenennung löste bei Reisenden, die in den Sonnenstaat reisten, sofort eine heftige Gegenreaktion aus.
Flugreisen sind in der Regel schon stressig genug, ohne dass sich die Politik am Gate einmischt.
Die meisten Menschen möchten nach der Landung in Florida einfach nur ihre Koffer nehmen und zum Strand fahren.
Manchmal reicht es jedoch schon aus, den Namen am Terminalgebäude zu sehen, um Reisende dazu zu bringen, eine vollständige Umleitung zu fordern.
Eine umstrittene Umbenennung
Der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Palm Beach wurde am 10. Juli offiziell zum Donald J. Trump International Airport. Laut Onet liegt das geschäftige Drehkreuz nur etwa 3,2 Kilometer vom berühmten Anwesen Mar-a-Lago des ehemaligen Präsidenten entfernt.
Lokale Beamte beabsichtigten, mit der neuen Bezeichnung den prominenten Bewohner zu ehren. Stattdessen löste die plötzliche Umbenennung bei Reisenden, die in den Sonnenstaat reisten, sofort eine heftige Gegenreaktion aus.
Viele Passagiere entschieden, dass sie lieber ganz woanders hinfliegen würden. Die Welle der Verbraucherwut wurde so stark, dass sie schnell erhebliche betriebliche Probleme für kommerzielle Fluggesellschaften verursachte.
Geheimer Fluchtweg
United Airlines versuchte zunächst, das Problem für ihre unzufriedenen Kunden stillschweigend zu lösen. Laut einem internen Unternehmensmemo, das an den Reiseblog Live and Let’s Fly durchgesickert ist, bot das Unternehmen eine höchst ungewöhnliche Zugeständnis an.
Mitarbeiter der Fluggesellschaft erhielten detaillierte Anweisungen, die es protestierenden Passagieren ermöglichten, ihre Flüge völlig kostenlos umzubuchen. Das Personal wurde ausdrücklich angewiesen, diese spezifischen Reisenden zu nahe gelegenen Verkehrsknotenpunkten in Miami oder Fort Lauderdale umzuleiten.
Diese geheime Richtlinie bot frustrierten Fluggästen einen einfachen finanziellen Ausweg. Sie konnten die neu benannte Einrichtung vollständig meiden, ohne hohe Strafgebühren zahlen zu müssen.
Doch die großzügige Unternehmenslücke hielt nicht sehr lange. Die stillschweigende Vereinbarung brach in dem Moment zusammen, als mehrere Nachrichtenagenturen die Details des vertraulichen Schreibens veröffentlichten.
Ein Ende der Kulanzregelung
United Airlines änderte schnell ihren Kurs, nachdem das interne Dokument im Internet öffentlich bekannt wurde. Ein Unternehmenssprecher teilte Reportern mit, dass die anfängliche Anweisung an das Personal „unglücklich formuliert“ und „grundsätzlich falsch“ gewesen sei.
Der Vertreter stellte die Regeln bezüglich der Kundenpräferenzen klar. Eine persönliche Abneigung gegen einen Flughafennamen qualifiziert nicht als triftiger Grund für eine kostenlose Ticketänderung.
Selbst mit dem öffentlichen Widerruf bestritt die Fluggesellschaft nie tatsächlich, dass das durchgesickerte Dokument echt war. Die Situation zwang sie lediglich dazu, ihre Unternehmensrichtlinien unter öffentlicher Beobachtung zu verschärfen.
In der Zwischenzeit schreitet der vollständige Luftfahrtübergang für die Einrichtung in Florida weiter voran. Der offizielle dreistellige Flugcode wird laut Blick.ch am 18. August von PBI zu DJT wechseln.
Quellen: Onet, Blick.ch, Live and Let’s Fly