Die Empörung wächst, nachdem das Weiße Haus eine Zeremonie für im Ausland getötete Amerikaner verschiebt.
Öffentliche Zeremonien zu Ehren gefallener Soldaten werden selten zu politischen Zankäpfeln. Das änderte sich, nachdem das Weiße Haus eine kurzfristige Verzögerung der würdevollen Überführung zweier Amerikaner bekannt gab, die bei der Unterstützung einer US-Mission im Nahen Osten getötet wurden, was eine Welle der Kritik an Präsident Donald Trump auslöste.
Die Verschiebung löste schnell Anschuldigungen aus, dass die Familien der Gefallenen respektlos behandelt worden seien.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, gab zunächst auf X bekannt, dass Trump an der würdevollen Überführung auf der Dover Air Force Base teilnehmen werde.
„Präsident Trump wird morgen Abend an der würdevollen Überführung unserer gefallenen Helden auf der Dover Air Force Base teilnehmen. Der Präsident und das gesamte Weiße Haus beten für ihre Familien“, hieß es in der Erklärung.
Leavitt teilte auch einen Beitrag des White House Rapid Response-Kontos, der eine Truth Social-Nachricht von Trump enthielt, die lautete:
„Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er für diese Tötung um ein Vielfaches bezahlen!“
Stunden später gab Leavitt jedoch bekannt, dass sich die Pläne geändert hätten.
„Die würdevollen Überführung findet morgen nicht mehr statt. Der genaue Tag und die Uhrzeit werden noch festgelegt.“
Eine Erklärung für die Verschiebung war in der Erklärung nicht enthalten.
Reaktionen in den sozialen Medien folgen
Die Ankündigung löste eine sofortige Online-Reaktion aus, wobei mehrere Nutzer hinterfragten, warum die Zeremonie verzögert worden sei.
„Solch eine Respektlosigkeit gegenüber den Familien der Gefallenen. Das Datum wird geändert, je nachdem, ob Donnie in Stimmung ist oder nicht. Ekelhaft“, schrieb ein Nutzer auf X laut The Irish Star.
Ein anderer hinterfragte, ob der Zeitpunkt der Zeremonie vom Zeitplan des Präsidenten abhängen sollte.
„Wann denn? Wenn Trump es zwischen Golfrunden unterbringen kann?“
Ein dritter Kommentator ging noch weiter und machte Trump für die Todesfälle verantwortlich, aufgrund seiner Rolle im Konflikt mit dem Iran.
Die Überführung betrifft die sterblichen Überreste von Oberleutnant Tyler James Feehan, 25, aus Hawaii, und der Soldatin Isabella Gonzales, 19, aus Carrollton, Texas.
Nach den veröffentlichten Informationen wurden beide Soldaten in Jordanien getötet, während sie eine US-Mission zur Bekämpfung der Terrorgruppe Islamischer Staat unterstützten.
Ihr Tod ereignete sich am Samstag, obwohl die Behörden die genauen Umstände ihres Todes nicht öffentlich bekannt gegeben haben.