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Wähler verspotten Trumps Erklärung, er werde „der nächste Präsident“: „Demenz muss schlimm sein“

donald trump
IMAGO / UPI Photo

„Weiß er, dass er derzeit Präsident ist?“, spottete ein Kritiker.

Wenn Führungspersönlichkeiten den Höhepunkt der Macht erreichen, ist der Rücktritt selten einfach.

Die amerikanische Politik stützt sich auf strenge Regeln, um reibungslose Führungswechsel zu gewährleisten, doch die Debatte darüber, wie lange ein Oberbefehlshaber im Amt bleiben sollte, verschwindet nie wirklich.

Die Regeln auf dem Prüfstand

Präsident Donald Trump sorgte bei einem offiziellen Auftritt im Hauptquartier der Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency) in Washington erneut für Aufsehen.

Während er das hochriskante Rennen gegen China um künstliche Intelligenz diskutierte, machte er eine überraschende Bemerkung über seine eigene politische Zukunft.

„Alles, was ich weiß, ist, dass ich der nächste Präsident sein möchte, denn ich werde jemanden sehr gut aussehen lassen“, erklärte Trump dem Raum laut The Irish Star.

Der beiläufige Kommentar löste sofort eine breite Gegenreaktion online aus. Nutzer sozialer Medien machten sich über die Erklärung lustig und wiesen darauf hin, dass der 80-Jährige bereits im Oval Office sitzt.

„Weiß er, dass er derzeit Präsident ist?“, spottete ein Kritiker. Ein anderer Nutzer fügte hinzu: „Demenz muss schlimm sein. Er glaubt, er sei im Jahr 2012.“

Blick auf 2032

Die Bemerkung entfachte erneut eine heftige Debatte über den 22. Zusatzartikel, der amerikanische Präsidenten gesetzlich auf zwei Amtszeiten beschränkt. Trump hat jedoch wiederholt angedeutet, weit über sein derzeitiges Mandat hinaus im Amt bleiben zu wollen, seit er das Weiße Haus zurückerobert hat.

Bereits im Mai hielt er eine Rede an der U.S. Coast Guard Academy und spielte offen auf eine lange Zukunft in der Führung an. „Ich werde 2028 hier sein. Vielleicht bin ich auch 2032 hier“, sagte Trump dem Publikum.

Kritiker reagierten wütend auf die Vorstellung, dass ein 85-Jähriger eine dritte Amtszeit absolvieren könnte. Nutzer sozialer Medien brachten schnell seine Verurteilungen wegen Verbrechen und gesundheitliche Bedenken zur Sprache, um jeden Versuch abzulehnen, verfassungsrechtliche Grenzen zu umgehen.

„Die Verfassung und seine schnell verfallenden violetten Hände würden dem widersprechen“, schrieb ein wütender Nutzer.

Eine Methode im Hinterkopf

Die Kontroverse reicht über die öffentliche Rhetorik hinaus bis in die Regierungshallen. Beobachter sind zunehmend besorgt, dass juristische Verbündete eine Verlängerung der Macht ermöglichen könnten.

Während einer Anhörung des Justizausschusses des Senats im Mai lehnte der texanische Richter John George Edward Marck es ab, zu bestätigen, ob die Verfassung eine dritte Präsidentschaftszeit verbietet.

Trump selbst hat zuvor angedeutet, dass verfassungsrechtliche Regeln nicht völlig wasserdicht seien. „Methoden, mit denen man es tun könnte“, sagte Trump letztes Jahr, bevor er hinzufügte: „Es ist viel zu früh, darüber nachzudenken.“

Vorerst bestehen die Gegner darauf, dass das Gesetz klar und unnachgiebig bleibe.

Quellen: The Irish Star