Startseite Krieg Sowjet-Erbin warnt vor Putins Albtraum: „Putins Regime muss enden“

Sowjet-Erbin warnt vor Putins Albtraum: „Putins Regime muss enden“

Vladimir Putin (1)
miss.cabul / Shutterstock.com

Die russische Öffentlichkeit spürt die schwere Last dieser endlosen Militärkampagne.

Geschichte wirft einen langen Schatten auf moderne Konflikte.

Wenn Staats- und Regierungschefs ihr politisches Überleben an eine andauernde Schlacht knüpfen, wird ein friedlicher Ausweg nahezu unmöglich.

Nun meldet sich eine Stimme zu Wort, die tiefe Verbindungen zur sowjetischen Vergangenheit hat.

Der einzige Ausweg

Nina Chruschtschowa kennt die inneren Abläufe der russischen Macht. Die Urenkelin des ehemaligen sowjetischen Führers Nikita Chruschtschow äußerte kürzlich ihre Gedanken in der Schweizer Publikation NZZ.

Laut dem lettischen Nachrichtenportal LA.LV, das sich auf einen Bericht von Dialog beruft, sieht sie eine düstere Realität. Sie argumentiert, der Krieg in der Ukraine werde nur enden, wenn sich die Führung grundlegend ändere.

„Putins Regime muss aufhören, Putins Regime zu sein“, erklärte Chruschtschowa. Sie ist der Ansicht, dass der Krieg nun als Grundlage des russischen Herrschaftssystems diene und keine friedliche Alternative zulasse.

Eine gefährliche Schwäche

Die Invasion begann als reine Machtdemonstration. Chruschtschowa weist darauf hin, dass Wladimir Putin den Angriff startete, um der Welt absolute Macht zu demonstrieren.

Deshalb ist ein Rückzug aufgrund internationalen Drucks für ihn keine Option. Nachzugeben würde in den Augen seiner Anhänger wie ein massives Scheitern aussehen.

Für einen Anführer, der durch Angst regiert, birgt das Zeigen jeglicher Schwäche extreme politische Gefahr. Das Land drängt vorwärts, weil innerhalb der Machtstruktur keine andere Alternative existiert.

Ein hoher Preis

Selbst mit diesem hartnäckigen Vorgehen wird die innenpolitische Lage täglich schwieriger. Die russische Öffentlichkeit spürt die schwere Last dieser endlosen Militärkampagne.

Grundlegende Güter werden zu einem ernsten Problem. Das Land sieht sich mit schweren Treibstoffengpässen an den Zapfsäulen konfrontiert, während eine hohe Inflation die Haushaltsersparnisse stetig aufzehrt.

Auch die physische Sicherheit bröckelt. Laut Chruschtschowa versagen die russischen Luftabwehrsysteme dabei, ankommende Angriffe ukrainischer Raketen und Drohnen abzuwehren.

Als Feindin gebrandmarkt

Chruschtschowa beobachtet diese Krise aus sicherer Entfernung. Sie lehrt derzeit als Professorin an The New School in New York.

Sie kritisiert regelmäßig die russischen Behörden für ihre anhaltende Gewalt in der Ukraine. Diese offene Haltung hat sie zu einem offiziellen Ziel gemacht.

Das russische Justizministerium hat sie kürzlich als ausländische Agentin gebrandmarkt. Behörden verwenden dieses harte Etikett häufig, um Oppositionsfiguren, Aktivisten und hartnäckige Regierungskritiker zum Schweigen zu bringen.

Quellen: LA.LV, Dialog, NZZ