Kritiker wiesen darauf hin, dass der Präsident der einzige Offizielle gewesen sei, der sich geweigert habe, sich zu verbeugen.
Militärzeremonien basieren stark auf stillem Respekt und ungebrochener Tradition.
Wenn Führungspersönlichkeiten zusammenkommen, um den Gefallenen zu ehren, beobachtet die Öffentlichkeit jede einzelne Geste genau.
Ein kurzzeitiger Bruch des Protokolls kann schnell intensive Kritik auslösen.
Aufrechte Haltung
Präsident Donald Trump nahm diese Woche an einer feierlichen Zeremonie in Delaware teil. Die Versammlung auf einem Militärstützpunkt ehrte vier amerikanische Soldaten, die kürzlich im Nahen Osten getötet wurden.
Kameras hielten die ernsten Momente fest, als Särge an politischen und militärischen Führungspersönlichkeiten vorbeigetragen wurden. Bilder des Ereignisses verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien.
Laut dem Irish Star stand Trump neben hochrangigen Militärvertretern. Alle anderen senkten ihre Köpfe zum Zeichen der Ehrerbietung, doch der Präsident behielt eine aufrechte Haltung bei.
Heftiger öffentlicher Gegenwind
Der krasse visuelle Kontrast löste sofortige Wut unter Onlinebeobachtern aus. Kritiker wiesen darauf hin, dass der Präsident der einzige Offizielle gewesen sei, der sich geweigert habe, sich zu verbeugen.
Ein Nutzer verurteilte die Geste scharf. „Kein Bewusstsein. Kein Respekt. Der Mann ist eine wahnhafte Marionette“, schrieb der Kommentator als Reaktion auf das virale Bild.
Ein weiterer frustrierter Beobachter hinterfragte den Moment gänzlich und fragte: „Er kann nicht einmal seinen Kopf neigen?“
Andere Nutzer äußerten ähnliche Empörung über die Szene. Sie bezeichneten sein Verhalten als „schändlich“ und nannten ihn eine „Schande für das Land“, wie der Irish Star berichtete.
Schwere emotionale Last
Trotz der Online-Empörung zeigten zusätzliche Fotografien ein anderes Bild des Nachmittags. NBC News veröffentlichte Bilder, die Trump zeigten, wie er sich den Särgen zuwandte und einen formellen militärischen Gruß entbot.
Bevor er seinen Flug bestieg, sprach der Präsident mit Reportern über die schmerzliche Pflicht.
„Es ist eines der schwierigsten Dinge, die man tun kann, für mich ist es eines der schwierigsten Dinge, die man als Präsident tun kann, aber es muss getan werden“, sagte Trump laut dem Irish Star.
Er richtete auch eine direkte Botschaft an die Familien. „Wir lieben Ihr Kind, und das sind sie für sie. Es sind ihre Kinder. Es gibt keine Spiele, nichts. Das ist ihr Kind, und alles, was man tun kann, ist, sein Herz auszuschütten“, fügte er hinzu.
Sich vertiefender regionaler Konflikt
Alle vier Soldaten starben inmitten einer gefährlichen neuen Welle von Feindseligkeiten mit dem Iran. Drei verloren ihr Leben, als eine iranische Rakete ihre Basis in Jordanien traf.
Ein vierter Soldat starb im Nordirak während einer kontrollierten Detonation einer abgeschossenen Drohne, wie der Irish Star vermerkte.
Der regionale Konflikt dauert seit sechs Monaten an. Trump drohte kürzlich damit, iranische Kraftwerke zu zerstören, sollten die Angriffe fortgesetzt werden.
Quellen: Irish Star, NBC News