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Milliarden verschwunden? Trumps geheimes Investitionsportfolio wirft neue Fragen auf

USA, dollars
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Trumps Regierung besitzt Milliarden an Unternehmensbeteiligungen – doch niemand findet die vollständige Liste.

Washington hat sich still und leise zu einem der aktivsten Unternehmensinvestoren des Landes entwickelt und zig Milliarden US-Dollar in Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, kritische Mineralien und Quantencomputing gesteckt. Doch trotz des Umfangs dieser Investitionen gibt es keine einzige öffentliche Aufzeichnung, die genau zeigt, was die Bundesregierung besitzt.

Eine Untersuchung von Fortune ergab, dass die Trump-Regierung rund 26,7 Milliarden US-Dollar durch etwa 30 Eigenkapital- oder eigenkapitalähnliche Transaktionen zugesagt hat, was neue Fragen zur Transparenz aufwirft, da das Unternehmensportfolio der Regierung weiter wächst.

Zu den größten Beteiligungen der Regierung gehört ein Anteil von 9,9 % an Intel, der ursprünglich durch eine Vereinbarung mit dem Handelsministerium erworben wurde. Die im Rahmen des Deals erworbenen Aktien sind stark im Wert gestiegen, wobei die Position nun auf rund 42 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Washington hat zudem 400 Millionen US-Dollar für den Seltenerdproduzenten MP Materials zugesagt, um die Abhängigkeit der USA von Chinas Versorgung mit kritischen Mineralien zu verringern. Weitere Investitionen umfassen Beteiligungen an mehreren Quantencomputingunternehmen, während die Regierung auch eine sogenannte „goldene Aktie“ an U.S. Steel im Rahmen deren Verkaufs an Japans Nippon Steel sicherte.

Trotz der wachsenden Liste von Investitionen existiert keine zentrale Datenbank, die das Portfolio der Regierung detailliert darstellt.

Keine vollständige Aufzeichnung staatlicher Beteiligungen

Laut Fortune sind die Beteiligungen auf mindestens vier Bundesbehörden verteilt, darunter die Handels-, Verteidigungs- und Energieministerien sowie die Development Finance Corporation (DFC).

Nur die DFC verfügt über die explizite gesetzliche Befugnis des Kongresses, Eigenkapitalbeteiligungen zu erwerben, während andere Behörden ihre Beteiligungen unter verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen melden.

Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte gegenüber Fortune, dass Behörden Eigenkapitalbeteiligungen „auf unterschiedliche Weise“ offenlegen,

abhängig von der rechtlichen Grundlage jeder Investition.

Fortune berichtet zudem, dass mehrere angekündigte Transaktionen – insbesondere eine Reihe von Quantencomputing-Vereinbarungen – eher vorläufigen Vertragsbedingungen als abgeschlossenen Eigentumsbeteiligungen entsprechen.

Fragen zur Aufsicht

Forscher, die die Investitionen der Regierung verfolgen, argumentieren, dass das öffentliche Bild unvollständig bleibt.

Jonathan Hillman, Senior Fellow beim Council on Foreign Relations, erklärte gegenüber Fortune:

„Die bisher angekündigten Deals sind nur die Spitze des Eisbergs.“

Hillman fügte hinzu:

„Der wahre Test wird sein, ob Washington ein System aufbauen kann, um sein wachsendes Investitionsportfolio langfristig effektiv zu verwalten.“

Laut dem Thinktank stellt dessen eigener Tracker derzeit die umfassendste öffentlich verfügbare Übersicht über Washingtons Unternehmensbeteiligungen dar.

Intel-Investition zieht zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich

Intel bleibt die größte und transparenteste Investition der Regierung.

Unternehmensunterlagen zeigen, dass das Handelsministerium der Aktionär im Rahmen einer Vereinbarung ist, die mehr als 433 Millionen Aktien umfasst.

Allerdings wurden noch nicht alle dieser Aktien übertragen. Rund zwei Drittel wurden bei Abschluss der Vereinbarung geliefert, während der verbleibende Teil treuhänderisch verwahrt wird, bis Intel Meilensteine erreicht, die an ein Halbleiterprogramm des Pentagons gebunden sind.

Fortune merkt zudem an, dass Ethik-Offenlegungen zeigten, dass Investmentkonten, die auf Donald Trumps eigenen Namen liefen, mehrere Monate nachdem die Investition der Regierung den Aktienkurs des Unternehmens stark in die Höhe getrieben hatte, begannen, Intel-Aktien zu kaufen.

Es wurden keine Vorwürfe des Insiderhandels erhoben, und das Weiße Haus hat erklärt, dass die Vermögenswerte des Präsidenten über einen von seinen Kindern verwalteten Trust geführt werden.

Forderungen nach größerer Transparenz

Budgetexperten sagen, dass die aktuellen Bundesrechnungslegungsvorschriften es schwierig machen, nachzuvollziehen, wie viel Steuerzahler letztendlich aus diesen Investitionen gewinnen.

Im Gegensatz zu Zuschüssen oder Darlehen werden Eigenkapitalkäufe größtenteils als Geldabflüsse aus Regierungskonten verbucht, während Wertsteigerungen dieser Beteiligungen oft nicht in den Bundeshaushaltsdokumenten erscheinen.

Frühere staatliche Beteiligungsprogramme, einschließlich des Troubled Asset Relief Program (TARP) von 2008, operierten unter speziellen Aufsichtsmechanismen, die eine regelmäßige Berichterstattung an den Kongress vorsahen.

Das heutige Investitionsportfolio verfügt über kein vergleichbares System.

Kevin Hassett, Direktor des National Economic Council, deutete an, dass die Regierung bei der Erörterung des Intel-Deals möglicherweise noch umfassendere Ambitionen hege, und erklärte gegenüber CNBC:

„Es ist wie eine Anzahlung für einen Staatsfonds, den viele Länder haben.“