AM-Radio gehört seit Jahrzehnten zur Standardausstattung von Autos, doch viele Elektrofahrzeuge verzichten inzwischen komplett darauf.
AM-Radio gehört seit Jahrzehnten zur Standardausstattung von Autos, doch viele Elektrofahrzeuge verzichten inzwischen komplett darauf.
Laut BGR liegt der Hauptgrund in Störungen, die direkt durch die EV-Technologie selbst verursacht werden.
Signalprobleme
Elektromotoren erzeugen elektromagnetische Frequenzen, die AM-Radiosignale stören.
Diese Störungen verursachen lautes Rauschen und schlechten Empfang, wodurch AM-Sender in vielen EVs kaum nutzbar sind.
Deshalb haben mehrere Hersteller, darunter Tesla und BMW, AM-Radio in einigen Elektrofahrzeugen entfernt.
Auch Ford strich AM-Radio aus Teilen seiner Modellpalette, bevor die Funktion in bestimmten 2024-Modellen zurückkehrte.
Sorgen um Notfälle
Der Schritt sorgt für Kritik, weil AM-Radio in den USA weiterhin eine wichtige Rolle bei Notfallwarnungen spielt.
Warnungen vor Unwettern, Evakuierungshinweise und AMBER Alerts werden besonders in ländlichen Regionen häufig über AM-Frequenzen übertragen.
Gesetzgeber haben bereits mit dem vorgeschlagenen „AM Radio for Every Vehicle Act of 2025“ reagiert, der Autohersteller verpflichten würde, AM-Radio in neuen Fahrzeugen beizubehalten.
Das Gesetz würde Hersteller außerdem dazu zwingen offenzulegen, welche älteren Modelle die Funktion entfernt haben.
Teure Lösung
Moderne Fahrer haben heute mehr Unterhaltungsoptionen denn je, darunter Streaming-Apps, Satellitenradio, Smartphones und Navigationsdienste wie Waze.
Experten sagen jedoch, dass der vollständige Ersatz von AM-Radio bei Notfällen problematisch werden könnte, wenn Internet- oder Mobilfunkdienste ausfallen.
Autohersteller haben Berichten zufolge zudem wenig Interesse daran, das Problem zu lösen, da Abschirmungen gegen Störungen teure Neuentwicklungen und isolierte Verkabelungen erfordern würden.
Laut Berichten könnte die Behebung des Problems branchenweit Milliarden Dollar kosten.
Quellen: BGR