Bildungskrise in Deutschland: PISA-Studie deckt Defizite auf

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Deutschlands Jugend im Abwärtstrend.

Die neueste PISA-Studie, die kürzlich vorgestellt wurde, zeigt, dass deutsche Schülerinnen und Schüler im internationalen Leistungsvergleich 2022 das bisher schlechteste Ergebnis erzielt haben. 

Dieser Rückgang in den akademischen Fähigkeiten ist auch in den meisten anderen OECD-Staaten zu beobachten, wie Tagesschau berichtet.

In Deutschland schnitten Jugendliche in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften deutlich schlechter ab als noch 2018. 

Die Studie zeigt, dass in vielen OECD-Staaten die durchschnittlichen Kompetenzen der Jugendlichen in den drei Bereichen im Vergleich zur vorherigen Studie von 2018 verringert haben. In Deutschland sind die Leistungseinbußen jedoch überdurchschnittlich groß.

Nur wenige Länder konnten ihre Ergebnisse verbessern, darunter Japan im Lesen und in den Naturwissenschaften sowie Italien, Irland und Lettland in den Naturwissenschaften. 

In Mathematik haben Jugendliche in Singapur, Japan und Korea die höchsten Kompetenzen, während in Lesen und Naturwissenschaften Japan, Korea, Estland und Kanada die besten Werte erreichen.

Deutschland liegt nur noch in den Naturwissenschaften signifikant über dem Durchschnitt der OECD-Staaten. In Mathematik und Lesen entsprechen die Ergebnisse jetzt dem OECD-Durchschnitt, der ebenfalls gesunken ist. 

Die PISA-Studie, die seit 2000 alle drei Jahre durchgeführt wird, erfasst die Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen in diesen drei Bereichen.

Die Studie liefert auch Hinweise auf mögliche Gründe für die verschlechterten Ergebnisse. Einerseits wird vermutet, dass die Schulschließungen während der Corona-Pandemie einen negativen Effekt hatten. 

Andererseits könnte der Zusammenhang zwischen den Kompetenzen der Jugendlichen und dem sozioökonomischen Status der Familien sowie ihrem Zuwanderungshintergrund eine Rolle spielen.