Billige Arbeitskräfte statt qualifizierte Ausbildung: Ein Werkstattleiter packt aus

Geschrieben von Olivia Rosenberg

17 Wochen vor

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12/02/2024
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Der harte Weg eines Azubis im deutschen Handwerk.

In einem anonymen Beitrag auf Reddit teilt ein Werkstattleiter seine Erfahrungen mit der Ausbildungssituation in seinem Betrieb und malt ein düsteres Bild: 

Azubis werden als billige Arbeitskräfte missbraucht, ohne die nötige fachliche Anleitung oder Unterstützung zu erhalten. 

Der Verfasser des Beitrags, der selbst in dem betroffenen Unternehmen arbeitet, kritisiert, dass keiner der Angestellten die Qualifikation eines Meisters oder Ausbilders besitzt, was dazu führt, dass die Auszubildenden quasi ohne jegliche fachliche Führung sind. 

Der zuständige Meister sei selten anwesend und zeige kein Interesse an den Azubis. 

Besonders besorgniserregend ist die Situation eines jungen Auszubildenden, der zusätzliche Unterstützung benötigt, die im hektischen Tagesgeschäft nicht geleistet werden kann. 

Der Werkstattleiter hinterfragt, ob es Möglichkeiten gibt, den Betrieb anzuzeigen oder zu besseren Bedingungen für die Auszubildenden zu zwingen, so FOCUS online.

Diese Situation wirft ein Schlaglicht auf ein systematisches Problem in der Ausbildung in einigen deutschen Betrieben, wo der Mangel an qualifizierten Ausbildern und die Ausnutzung von Azubis als billige Arbeitskräfte zu einer ernsthaften Herausforderung für die Qualität der Berufsausbildung werden. 

Die Schilderungen des Werkstattleiters verdeutlichen die Notwendigkeit, die Ausbildungsbedingungen zu verbessern und sicherzustellen, dass Auszubildende die Unterstützung und Anleitung erhalten, die sie für eine erfolgreiche Berufsausbildung benötigen.