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Blutknappheit in Deutschland verschärft sich

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Die Blutversorgung in Deutschland ist derzeit stark angespannt.

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Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) reichen die vorhandenen Blutreserven in mehreren Bundesländern nur noch für sehr kurze Zeit.

Besonders kritisch ist die Situation im Norden des Landes.

Norddeutschland am stärksten betroffen

In Hamburg und Schleswig-Holstein liegt die sogenannte Versorgungssicherheit für einzelne Blutgruppen bei weniger als 24 Stunden.

Auch in anderen Regionen spitzt sich die Lage zu: In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland stehen laut DRK lediglich Reserven für etwa zwei Tage zur Verfügung.

Für einen stabilen Klinikbetrieb wären jedoch Vorräte für mindestens drei bis fünf Tage erforderlich.

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Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost, der unter anderem Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Sachsen versorgt, deckt dort rund drei Viertel des gesamten Bedarfs ab.

Besonders knapp sind derzeit die Blutgruppen 0 positiv, 0 negativ sowie A negativ.

Eine Sprecherin des DRK erklärte, die aktuelle Lage sei äußerst besorgniserregend: Eine Versorgungssicherheit von unter einem Tag sei „deutlich zu niedrig“, um Krankenhäuser zuverlässig versorgen zu können.

Witterung und Infekte als Hauptursachen

Der Rückgang der Blutspenden hat mehrere Gründe. Zu Beginn des Jahres blieben viele Spenderinnen und Spender fern.

Feiertage, winterliche Straßenverhältnisse und eine erhöhte Zahl von Infektionserkrankungen führten dazu, dass zahlreiche Termine ausfielen oder nur schwach besucht waren. Gleichzeitig blieb der Bedarf in Kliniken unverändert hoch.

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Kurze Haltbarkeit verschärft die Lage

Hinzu kommt, dass Blutprodukte nur begrenzt haltbar sind. Vollblut kann maximal 42 Tage verwendet werden, Blutplättchen lediglich vier Tage.

„Schon wenige Tage mit zu geringen Spenden machen sich daher sofort bemerkbar“, so die DRK-Sprecherin.

DRK appelliert an Bevölkerung

Das Deutsche Rote Kreuz ruft dringend zur Blutspende auf. Besonders benötigt werden die Blutgruppen 0+, 0– und A–. Spenden können alle gesunden Personen ab 18 Jahren.

Quelle: Bild, Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

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