Bundeswehr 2.0: Pistorius' Plan für eine moderne Armee

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Juergen Nowak / Shutterstock.com
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Die geplante Reform der Bundeswehr.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat weitreichende Pläne für die Bundeswehr vorgestellt, die auf eine umfassende Strukturreform abzielen. Ziel ist es, die Bundeswehr schlanker, schneller und "kriegstüchtiger" zu machen. 

Die Reform sieht vor, die Bundeswehr von veralteten Strukturen zu befreien und für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen besser aufzustellen. 

Laut der Tagesschau umfasst der Entwurf der Reform unter anderem die Schaffung eines einheitlichen operativen Führungskommandos, das die bisherigen zwei Schaltstellen für In- und Auslandseinsätze zusammenfasst.

Dies soll zu gebündelten Kräften, klaren Zuständigkeiten und mehr Synergie führen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reform ist die geplante Abwertung des Sanitätsdienstes und der Streitkräftebasis, die in einem Unterstützungsbereich unter einem Kommando gebündelt werden sollen. 

Diese Maßnahme hat bereits Proteste aus dem Gesundheitswesen hervorgerufen, da befürchtet wird, dass der gute Ruf des Sanitätsdienstes leiden könnte und es schwieriger werden könnte, qualifiziertes medizinisches Fachpersonal zu gewinnen.

Die Reform zielt auch darauf ab, die Bundeswehr stärker auf die Landes- und Bündnisverteidigung auszurichten und weniger auf Auslandseinsätze. 

Dies stellt eine Rückkehr zu den Wurzeln der Bundeswehr dar, allerdings ohne einen Rückschritt zu bedeuten, da das Kriegsbild sich seit den 1970er- und 1980er-Jahren deutlich verändert hat.