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Jeder Zweite in Deutschland geht nicht regelmäßig zur Vorsorge

Jeder Zweite in Deutschland geht nicht regelmäßig zur Vorsorge
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Obwohl die Mehrheit der Menschen in Deutschland die Bedeutung medizinischer Vorsorge erkennt, bleibt die tatsächliche Teilnahme häufig aus.

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Das geht aus einer Umfrage des digitalen Gesundheitsdienstleisters Doctolib hervor, die vom Meinungsforschungsinstitut YouGov unter 2.056 Erwachsenen durchgeführt wurde.

Demnach halten 84 Prozent der Befragten Gesundheits-Check-ups und Screening-Untersuchungen für wichtig.

Doch nur 42 Prozent geben an, empfohlene Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen. Fast ein Drittel (29 Prozent) nutzt entsprechende Angebote lediglich unregelmäßig.

Weitere 18 Prozent suchen nach eigener Aussage nur dann eine Arztpraxis auf, wenn konkrete Beschwerden auftreten. Acht Prozent verzichten vollständig auf präventive Untersuchungen.

Informationsdefizite als möglicher Faktor

Neben der Zurückhaltung bei Arztbesuchen zeigen die Ergebnisse auch Unsicherheiten beim Wissen über empfohlene Maßnahmen.

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Zwar fühlen sich 61 Prozent gut darüber informiert, welche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen für sie vorgesehen sind.

Gleichzeitig sagen jedoch 35 Prozent, sie wüssten eher schlecht oder sehr schlecht, welche Angebote in ihrem Alter sinnvoll sind und in welchen Abständen sie erfolgen sollten.

Deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Auffällig sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede. Während knapp die Hälfte der Frauen (49 Prozent) regelmäßig zur Vorsorge geht, trifft das nur auf 34 Prozent der Männer zu.

Männer geben zudem häufiger an, ärztliche Untersuchungen ausschließlich bei Beschwerden wahrzunehmen (23 Prozent gegenüber 14 Prozent bei Frauen).

Ganz auf Vorsorge verzichten zehn Prozent der Männer und fünf Prozent der Frauen.

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Bedeutung der Früherkennung

Wie relevant präventive Untersuchungen sein können, zeigen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Demnach erkrankt nahezu jeder zweite Mensch in Deutschland im Laufe seines Lebens an Krebs.

Zudem erhält etwa jede sechste Frau und jeder siebte Mann noch vor dem 65. Lebensjahr eine entsprechende Diagnose.

Quellen: Doctolib/YouGov-Umfrage unter 2.056 Erwachsenen in Deutschland; Robert Koch-Institut (RKI), BILD

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