Krankheitswelle in Schulen: Lehrermangel durch Grippe und Corona

Geschrieben von Olivia Rosenberg

26 Wochen vor

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21/11/2023
Foto: Shutterstock
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Krankheitsfälle steigen an deutschen Schulen.

Eine massive Krankheitswelle hat die Schulen in Deutschland erfasst, mit dramatischen Folgen für den Unterrichtsbetrieb. Wie Der Westen berichtet, leiden zahlreiche Lehrkräfte unter Schnupfen, Grippe und Corona, was zu einem akuten Lehrermangel führt. 

Die Situation verschärft sich, da es ohnehin schon zu wenige Lehrer im Land gibt. Jeder krankheitsbedingte Ausfall löst daher Alarmstufe Rot aus.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) äußerte sich Birgit Völxen von der Landeselternschaft der Grundschulen besorgt über die Lage. Sie erklärte, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene krank seien, was wahrscheinlich zu weiterem Unterrichtsausfall führen wird. 

In einigen Fällen müssen Kinder aus mehreren Klassen von nur einer Lehrkraft unterrichtet werden, was die Arbeitsbelastung für die Pädagogen enorm erhöht.

Die Möglichkeit, wieder auf digitalen Unterricht umzusteigen, wird in Betracht gezogen, obwohl dies für Eltern eine zusätzliche Betreuungsherausforderung darstellt. Während der Corona-Hochphase war dies bereits eine enorme Belastung für viele Familien, und eine Rückkehr zum Home Office ist für viele Eltern nicht garantiert.

Der Hausärzteverband Nordrhein sieht die Situation gelassener. Verbandssprecherin Monika Baaken weist darauf hin, dass es sich um die typische Zeit für Influenza-Wellen handelt. 

Schulen, in denen im Herbst und Winter weniger gelüftet wird und viele Menschen in geschlossenen Räumen zusammenkommen, sind ideale Brutstätten für Erkältungsviren. Baaken betont jedoch, dass die aktuelle Krankheitswelle keine besondere Dramatik im Vergleich zu anderen Jahren aufweist.