Unerwarteter Lehrer-Boom: Wie sich Schulen bald verändern könnten

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Bertelsmann-Studie mit erstaunlichen Ergebnissen.

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung prognostiziert, dass der Mangel an Grundschullehrkräften in Deutschland in den nächsten Jahren deutlich entschärft werden könnte. 

Der Grund dafür sind die sinkenden Geburtenzahlen, die zu einem zunehmenden Überschuss an Lehrerinnen und Lehrern im Primarbereich führen. 

Bis 2035 könnten rund 45.800 fertig ausgebildete Lehrkräfte mehr zur Verfügung stehen, als benötigt werden, um den Unterricht abzudecken. Diese Entwicklung bietet neue Möglichkeiten für Qualitätsverbesserungen im Bildungsbereich.

Die Studienautoren Klaus Klemm und Dirk Zorn betonen, dass ein Überangebot an Absolventen nicht notwendigerweise Arbeitslosigkeit für die Pädagogen bedeute. 

Vielmehr eröffne sich dadurch politischer Spielraum für Qualitätsverbesserungen, wie den Ausbau von Ganztagsangeboten oder die Einstellung zusätzlichen Personals an Schulen in sozial schwierigen Lagen. 

Die Bertelsmann Stiftung weicht mit ihrer Schätzung deutlich von der Prognose der Kulturministerkonferenz ab, die für das Jahr 2035 einen Überschuss von 6300 Absolventen im Primarbereich ermittelt hatte, so berichtet Tagesschau.