Ungleichheit in der Elternzeit: Ein Dilemma für deutsche Familien

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Finanzielle Anreize als Lösung für die Elternzeit-Problematik.

Die Aufteilung der Elternzeit und des Elterngeldes zwischen Müttern und Vätern in Deutschland bleibt ein Diskussionsthema, das Fragen zur Gleichberechtigung aufwirft. 

In einem Interview mit Der Westen äußert sich Finanzexpertin Madame Moneypenny, auch bekannt als Natascha Wegelin, kritisch über die aktuelle Situation. 

Trotz eines stetigen Anstiegs der Zahl der Väter, die Elternzeit nehmen und Elterngeld beziehen, zeigt die Statistik von 2022, dass nur 26,1 Prozent der Väter diese Möglichkeit nutzen. 

Im Vergleich dazu beziehen Frauen durchschnittlich 14,6 Monate Elterngeld, während es bei Männern lediglich 3,6 Monate sind.

Wegelin betont die Notwendigkeit, mehr Väter für die Elternzeit zu gewinnen, und sieht in finanziellen Anreizen einen möglichen Weg, dieses Ziel zu erreichen. 

Sie spricht sich jedoch gegen verpflichtende Regelungen aus und plädiert stattdessen für einen offenen Dialog innerhalb der Familien über die Verteilung der Verantwortlichkeiten. 

Die Expertin kritisiert die Praxis, die Elternzeit als eine Art verlängerten Urlaub zu betrachten, und fordert stattdessen, dass sie als eine Gelegenheit zur echten Entlastung der Mütter genutzt wird.

Die Diskussion um Elternzeit und Elterngeld wirft somit nicht nur Fragen zur Gleichberechtigung auf, sondern auch zur gesellschaftlichen Wertschätzung von Care-Arbeit. 

Wegelins Ansichten bieten wichtige Denkanstöße, wie eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit erreicht und die Belastung für Mütter effektiv reduziert werden kann.