Mythos Reis? Warum nasse Handys nicht in die Körner gehören

Geschrieben von Jasper Bergmann

23 Wochen vor

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12/12/2023
Foto: Shutterstock.com
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Warum nasse Handys nicht in die Körner gehören.

Jeder kennt die Schrecksekunde: Das Handy landet im Wasser! Doch statt in Panik zu verfallen und den geliebten Begleiter in Reis zu versenken, lohnt sich ein Blick auf die Fakten. Denn der beliebte Rettungstrick ist mehr Mythos als Realität.

Warum Reis nicht hilft:

  • Reis kann nicht genug Wasser aufnehmen: Obwohl Reis Feuchtigkeit bindet, reicht die Kapazität nicht aus, um einem Handy zu Leibe zu rücken. Die wertvollen elektronischen Komponenten bleiben im Inneren wassergeschädigt.

  • Stärke und Staub schaden dem Handy: Während der Reis-Ruhezeit sammeln sich winzige Partikel an den Öffnungen und Beschichtungen des Geräts. Diese können ins Innere gelangen und weitere Schäden verursachen.

  • Wertvolle Zeit vergeht: Während das Handy im Reis liegt, tickt die Uhr. Je länger es nass bleibt, desto größer ist die Gefahr von Kurzschlüssen und irreparablen Schäden.

Was tun bei einem Wasserbad?

  • Schnelligkeit ist Trumpf: Handeln Sie sofort! Schalten Sie das Handy aus und entfernen Sie alle abnehmbaren Teile wie Hülle und SIM-Karte.

  • Trocknen ist die Devise: Nutzen Sie Druckluft oder einen Föhn (kühle Stufe!) zum vorsichtigen Entfernen von Wasserresten. Konzentrieren Sie sich dabei auf Öffnungen und Anschlüsse.

  • Warten und hoffen: Sobald alles getrocknet ist, heißt es abwarten. Legen Sie das Handy offen an einen kühlen, trockenen Ort und vermeiden Sie jegliche Nutzung für mindestens 24 Stunden.

Wasserfeste Modelle bieten mehr Sicherheit

Moderne Smartphones verfügen häufig über eine Wasserresistenz. Diese macht sie zwar unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit, bedeutet aber nicht absolute Wasserdichtigkeit. Auch hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Laut Denoffentlige.dk ist der Reis-Mythos ein Mythos. Reis ist nicht in der Lage, genügend Wasser aus einem nassen Handy zu entfernen. Stattdessen kann er sogar weitere Schäden verursachen, indem er Stärke und Staub in die Öffnungen des Geräts einträgt.