Die Kronprinzessin wird während einer längeren Rehabilitationsphase unter enger medizinischer Überwachung keine offiziellen Termine wahrnehmen. Ihre Familie begrüßte ihre Entlassung aus dem Krankenhaus, betonte jedoch zugleich, dass ihre Genesung noch nicht abgeschlossen sei.
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat das Rikshospitalet in Oslo nach einer Lungentransplantation verlassen, teilte das norwegische Königshaus mit.
Ihr Gesundheitszustand wird den Umständen entsprechend als gut bezeichnet. In den kommenden sechs Monaten werden Fachärzte ihre Rehabilitation begleiten und sie auf mögliche Komplikationen überwachen, darunter Infektionen und eine Abstoßung der transplantierten Lungen.
Für diesen Zeitraum sind keine offiziellen Termine geplant.
Mette-Marit dankte den Organspendern und erklärte, die Organspende habe ihr das Leben geschenkt. Außerdem bedankte sie sich bei ihrer Familie sowie bei den Ärzten, Chirurgen, Pflegekräften, Physiotherapeuten und allen weiteren Beschäftigten im Gesundheitswesen, die an ihrer Behandlung beteiligt waren.
Familie begrüßt Entlassung
Die Kronprinzessin richtete außerdem eine gesonderte Botschaft an andere Menschen, die mit Lungenfibrose leben. Sie bezeichnete die Krankheit als belastend und würdigte die Stärke der Betroffenen.
Das Königshaus hatte ihre Diagnose der chronischen Lungenerkrankung im Jahr 2018 öffentlich gemacht.
Kronprinz Haakon bezeichnete die Rückkehr seiner Frau nach Hause als große Erleichterung. Er lobte das Universitätsklinikum Oslo und sagte, die Familie sei dankbar, dass die erste Phase ihrer Behandlung gut verlaufen sei.
Das Königshaus hatte am 17. Juni bekannt gegeben, dass Mette-Marit neue Lungen erhalten habe. Das Krankenhaus erklärte damals, der Eingriff sei bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich verlaufen.
Gesundheitszustand verschlechterte sich rasch
Bereits Anfang Juni hatte der Lungenspezialist Are Holm erklärt, ihr Gesundheitszustand habe sich in den vorangegangenen sechs Monaten deutlich verschlechtert, sodass eine Transplantation notwendig geworden sei.
Nach Angaben von NRK änderten Mitglieder der Königsfamilie ihre Pläne, als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte. Haakon kehrte vorzeitig von einem offiziellen Besuch in Japan zurück, während ihre Tochter, Prinzessin Ingrid Alexandra, ihr Studium in Australien unterbrach.
Zwischen der Bekanntgabe, dass Mette-Marit auf die Warteliste für eine Transplantation gesetzt worden war, und der Bestätigung, dass die Operation stattgefunden hatte, lagen weniger als zwei Wochen.
Weder das Krankenhaus noch das Königshaus haben das genaue Datum der Transplantation bekannt gegeben. Die norwegischen Vertraulichkeitsvorschriften untersagen die Veröffentlichung von Informationen, die eine Verbindung zwischen einem Organspender und einem Organempfänger herstellen könnten.
Quellen: Norwegisches Königshaus; NRK