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10-jähriger Junge und Mutter bei russischem Drohnenangriff getötet, Haus stürzt ein

Destructions Ukraine after Russian attack rubble emergency war
State Emergency Service of Ukraine / Wikimedia Commons

Die Behörden teilten mit, dass der Vorfall untersucht wird.

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Russische Streitkräfte haben in der Nacht zum 9. Februar einen Drohnenangriff auf die Stadt Bohoduchiw in der ukrainischen Region Charkiw durchgeführt, teilte der Staatliche Notfalldienst der Ukraine mit.

Der Angriff richtete sich gegen ein privates Wohngebiet, in dessen Nähe sich keine militärischen Einrichtungen befanden.

Rettungskräfte erklärten, dass das unbemannte Luftfahrzeug direkt ein Wohnhaus getroffen habe.

Die Wucht des Einschlags sei so stark gewesen, dass das Gebäude der Belastung nicht standhalten konnte.

Haus zerstört

Einsatzkräfte trafen innerhalb weniger Minuten am Ort des Geschehens ein, fanden das Haus jedoch vollständig eingestürzt vor.

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Wände und Dach brachen nahezu augenblicklich zusammen und begruben die Menschen, die sich schlafend im Inneren befanden.

Nach dem Einschlag brach ein Feuer aus, das sich auf eine Fläche von etwa 50 Quadratmetern ausbreitete.

Feuerwehrleute löschten den Brand und begannen gleichzeitig mit Such- und Rettungsarbeiten in den Trümmern.

Opfer geborgen

Bei der Räumung der Trümmer fanden die Rettungskräfte die Leichen zweier Opfer.

Es handelte sich um einen 10-jährigen Jungen und seine Mutter, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam im Haus aufgehalten hatten.

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Drei weitere Personen wurden bei dem Angriff verletzt und erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades.

Medizinische Teams versorgten sie mit der notwendigen Behandlung, so die Behörden.

Ermittlungen wegen Kriegsverbrechens

Strafverfolgungsbehörden und Rettungsdienste arbeiten weiterhin am Tatort.

Ermittler dokumentieren den Vorfall, den ukrainische Behörden als ein weiteres russisches Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Region Charkiw bezeichnen.

„Dies ist ein weiteres Kriegsverbrechen, das unweigerlich zur Rechenschaft gezogen werden wird. Der Feind schlägt dort zu, wo Menschen am verletzlichsten sind – in ihren Häusern“, erklärten Vertreter der Strafverfolgungsbehörden.

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Anhaltende Bedrohung

Die Behörden ermitteln weiterhin den genauen Typ der eingesetzten Drohne und bewerten das gesamte Ausmaß der Schäden.

Nach Angaben von Beamten scheint der Angriff gezielt auf ein Wohngebiet gerichtet gewesen zu sein.

Der Bezirk Bohoduchiw steht regelmäßig unter russischem Beschuss.

Ukrainische Behörden zufolge setzt Russland dort häufig Kampfdrohnen ein, da deren geringe Flughöhe und hohe Manövrierfähigkeit sie besonders gefährlich für zivile Wohngebiete machen.

Anfang dieses Monats, am 2. Februar, griffen russische Streitkräfte nach Angaben ukrainischer Behörden einen Markt in Charkiw mit einer Drohne an.

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Quellen: Staatlicher Notfalldienst der Ukraine, RBC Ukraine