Startseite Krieg China fordert Ende der ‚Eskalation‘ nach Russlands hektischen Bombendrohungen

China fordert Ende der ‚Eskalation‘ nach Russlands hektischen Bombendrohungen

China fordert Ende der ‚Eskalation‘ nach Russlands hektischen Bombendrohungen
Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Wenn massive geopolitische Drohungen die Runde machen, wählen globale Supermächte normalerweise sehr schnell eine Seite.

Wer sich entscheidet, völlig stillzustehen, während um einen herum die Alarme schrillen, sendet allein schon eine laute Botschaft aus.

Nun weigert sich ein gewichtiger Akteur, nicht zurückzuschrecken.

Eine verhaltene Reaktion

Am Wochenende ordnete Moskau allen ausländischen Diplomaten an, sofort ihre Koffer zu packen und die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. Nach dieser harschen Forderung drohte der Kreml, eine massive, systematische Welle neuer Angriffe auf die Stadt zu entfesseln.

Westliche Staaten wiesen die scharfe Warnung umgehend zurück. Und nun schaltet sich China offiziell in die wachsende Panik ein.

Peking weigerte sich zu sagen, ob es seine Botschaft evakuieren wird. Stattdessen forderten chinesische Beamte lediglich alle auf, sich zu beruhigen und vom Abgrund zurückzutreten.

Drängen auf Gespräche

Während einer Pressekonferenz am Dienstag in Peking gab Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Mao Ning eine äußerst vorsichtige Antwort auf die eskalierenden Drohungen. Sie drängte auf Frieden, ohne tatsächlich eine feste Seite in dem Konflikt zu beziehen.

„Chinas Position zur Krise in der Ukraine ist konsistent und klar“, erklärte Mao. „Wir glauben, dass Dialog und Verhandlungen der einzig gangbare Weg sind, den Konflikt zu lösen.“

Reporter fragten direkt, ob ihre Regierung russischen Forderungen nachgeben und Kiew verlassen würde. Mao wich der Frage vollständig aus. Sie weigerte sich, Evakuierungspläne zu bestätigen oder zu dementieren, so die Kyiv Post, zitiert von Digi24.

Erpressung und Misserfolge

Moskau besteht darauf, eine systematische Bombardierungskampagne gegen wichtige militärische Ziele in der Ukraine begonnen zu haben. Doch ihre fortschrittlichen Waffen scheinen Schwierigkeiten zu haben.

Das Institute for the Study of War berichtete, dass eine neu gestartete ballistische Oreshnik-Rakete vollständig versagt habe. Beobachter behaupten, die massive Waffe sei in ein besetztes Feld in der Region Donezk gestürzt, bevor sie ihr Ziel erreichte.

Unterdessen weisen ukrainische Führer die dramatischen Evakuierungsbefehle vollständig zurück. Außenminister Andrii Sybiha bezeichnete die harschen Drohungen zuversichtlich als „dreiste Erpressung“.

Standhaft bleiben

Sybiha bestand darauf, dass die harte Sprache westliche Diplomaten niemals zwingen werde, ihre wichtigen Posten in der Stadt aufzugeben. Sie planen, trotz des Chaos weiterzuarbeiten.

Die Europäische Union stimmt diesem trotzigen Ansatz vollkommen zu. Botschafterin Katarina Mathernova bestätigte, dass westliche Missionen genau dort bleiben, wo sie sind.

Sie warf Moskau vor, zu versuchen, Angst zu instrumentalisieren. Vorerst ignoriert die internationale Gemeinschaft einfach die heulenden Sirenen und weigert sich, ihre Koffer zu packen.

Quellen: Digi24, Kyiv Post, Institute for the Study of War