Wie die ukrainische Luftwaffe am 1. April mitteilte, startete Russland in der Nacht keine größeren Drohnenangriffe auf ukrainische Städte oder Infrastruktureinrichtungen.
Zwar sei es laut Behörden noch zu früh, um Entwarnung zu geben, doch handelt es sich um eine seltene Pause in der nahezu ununterbrochenen Serie von Drohnenangriffen, die das Land seit Monaten erschüttern.
Der ukrainische Telegram-Kanal Monitor, der Luftangriffe dokumentiert, schrieb:
„Hauptmeldung für den Morgen des 1. April 2025 – in der Nacht hat der Feind keine Angriffsdrohnen gestartet.“
Dies ist das erste Mal seit dem 14. März und überhaupt erst das zweite Mal im Jahr 2025, dass es keine nächtlichen russischen Drohnenangriffe gab. Zuvor war das zuletzt am 14. Oktober 2024 der Fall.
Andrii Kovalenko vom Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine äußerte sich zurückhaltend:
„Wir beobachten die Lage weiter; bisher bedeutet das noch nichts.“
Raketen bleiben weiterhin eine Bedrohung
Trotz der drohnenfreien Nacht habe Russland laut Angaben der Luftwaffe zwei gelenkte Raketen in Richtung der Region Saporischschja abgefeuert – beide seien jedoch abgeschossen worden.
Auch aus der Region Dnipropetrowsk wurde von Drohnenaktivität in der Nacht berichtet, allerdings ohne nähere Angaben zur Anzahl oder zu möglichen Schäden.
Zwar fehlten die üblichen massiven Drohnenschwärme, doch kleinere Angriffe könnten weiterhin stattgefunden haben.
Diese Pause bei den Drohnenangriffen fällt kurz nach dem Waffenstillstandsabkommen vom 25. März zwischen der Ukraine, Russland und den USA, das auch die Einstellung von Angriffen auf Energieinfrastruktur vorsieht.
Trotz dieser Vereinbarung berichten ukrainische Stellen, dass Russland weiterhin Energieanlagen in bestimmten Regionen angreife. Ob die nächtliche Pause ein Zeichen für eine echte Veränderung oder nur eine kurze Unterbrechung ist, bleibt unklar.