In der russischen Stadt Jaroslawl wurden am frühen Montagmorgen Explosionen gemeldet, nachdem lokale Behörden von einem ukrainischen Drohnenangriff gesprochen hatten.
In der russischen Stadt Jaroslawl wurden am frühen Montagmorgen Explosionen gemeldet, nachdem lokale Behörden von einem ukrainischen Drohnenangriff gesprochen hatten.
Laut Kyiv Independent könnten die Angriffe auf ölbezogene Infrastruktur tief im russischen Staatsgebiet abgezielt haben.
Explosionen gemeldet
Anwohner und lokale russische Medien berichteten in den Morgenstunden von Explosionen in Teilen von Jaroslawl.
Der Gouverneur der Region Jaroslawl, Michail Jewrajew, bestätigte später, dass die Region Ziel eines Drohnenangriffs geworden sei.
Die Behörden schränkten den Verkehr auf einer wichtigen Autobahn zwischen der Stadt und Moskau vorübergehend ein.
Offizielle Stellen forderten die Einwohner auf, das betroffene Gebiet zu meiden und alternative Routen zu nutzen.
Auch Moskau betroffen
Moskva-Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die russische Luftabwehr habe außerdem mehrere Drohnen abgefangen, die sich der Hauptstadt näherten.
Laut Sobjanin seien in der Nacht vier Drohnen rund um Moskau abgeschossen worden.
Russische Behörden berichteten, dass nach den Abschüssen Trümmerteile herabgefallen seien.
Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte bei beiden Vorfällen.
Fokus auf Ölanlagen
Der Kyiv Independent berichtete, dass die Ukraine bei Langstrecken-Drohnenangriffen zunehmend russische Öl- und Energieinfrastruktur ins Visier nimmt.
Kyjiw argumentiert, solche Angriffe sollten Russlands militärische und industrielle Fähigkeiten schwächen.
Jaroslawl beherbergt bedeutende Ölverarbeitungsanlagen, darunter die Raffinerie Slawneft-JANOS.
Das volle Ausmaß möglicher Schäden bleibt unklar.
Tief im russischen Staatsgebiet
Jaroslawl liegt rund 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt nordöstlich von Moskau.
Der gemeldete Angriff unterstreicht die wachsende Fähigkeit der Ukraine, Ziele tief im russischen Staatsgebiet anzugreifen.
Langstrecken-Drohnenkrieg ist im vergangenen Jahr zu einem der prägendsten Merkmale des Konflikts geworden.
Sowohl Russland als auch die Ukraine haben Luftangriffe auf Infrastruktur und militärnahe Einrichtungen massiv ausgeweitet.
Der Krieg tritt in neue Phase ein
Die Ukraine hat Angriffe auf russische Ölstandorte wiederholt als Teil einer breiteren Strategie dargestellt, um Moskaus Kriegswirtschaft zu stören.
Russland setzt unterdessen seine groß angelegten Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur fort.
Die zunehmende Reichweite und Häufigkeit der Angriffe auf beiden Seiten verstärken die Sorge vor einer weiteren Eskalation.
Analysten sagen, dass die Drohnenkriegsführung das Schlachtfeld weit über die Frontlinien hinaus rasch verändert.
Quellen: Kyiv Independent, russische Regionalbehörden