Fabriken benötigen Arbeitskräfte, um die Produktion während eines massiven Konflikts aufrechtzuerhalten.
Wenn gesunde Bürger an die Front ziehen, müssen Regierungen kreative Wege finden, um die Fließbänder am Laufen zu halten. Nun wendet sich Moskau an die Überlebenden, um die Lücke zu füllen.
Neue Arbeitskräfte
Der russische Präsident Wladimir Putin möchte, dass zurückkehrende Soldaten Militärgerät bauen. Die Moscow Times berichtete laut United24Media, dass er darauf dränge, behinderte und verwundete Veteranen einzustellen.
Der Plan konzentriert sich stark auf Rüstungsbetriebe und andere wichtige Industriezweige. Putin legte die Strategie während eines jüngsten Treffens mit Maschinenbauern dar.
Er teilte Führungskräften und Regierungsvertretern mit, dass das Land ihre Fähigkeiten dringend benötige.
„Ja, die Jungs kämpfen, sie beweisen sich, aber sie müssen unterstützt werden. Wir müssen nach Talenten suchen; es gibt dort viele talentierte Leute“, sagte Putin.
Der Aufbau der Maschine
Die Regierung behauptet, diese Umstellung werde dazu beitragen, die heimische Produktion zu sichern. Sie wolle auch die technologische Innovation im ganzen Land fördern.
„Ich bitte die Regierung, die zuständigen Ministerien und Unternehmensleiter, die Ankunft solcher Menschen im heimischen militärisch-industriellen Komplex und in anderen Industriezweigen auf die aktivste Weise zu erleichtern“, erklärte Putin.
Dieser Befehl zielt auf einen riesigen Pool potenzieller Arbeitskräfte ab. Das Internationale Institut für Strategische Studien schätzt, dass bis Ende 2024 etwa 376.000 russische Truppen dauerhaft kampfunfähig verwundet wurden.
Die Verletzungen sind oft verheerend. Ein hochrangiger russischer Beamter hatte zuvor angedeutet, dass etwa die Hälfte dieser Opfer Amputationen betreffe.
Hohe Verluste häufen sich
Die menschlichen Verluste steigen weiterhin rapide an. US-Außenminister Marco Rubio hob kürzlich die erschreckenden Verluste auf dem Schlachtfeld hervor.
Rubio bemerkte am 14. Mai, dass Moskau jeden einzelnen Monat bis zu 20.000 Soldaten als getötet verzeichne. Er beschrieb das ukrainische Militär zudem als die stärkste Armee Europas.
Fabrikhallen sind nicht die einzigen Orte, die den Engpass spüren. Auch die russische Polizei kämpft mit massiven Personalengpässen.
Leere Polizeistationen
Anfang dieses Jahres befahl Putin dem Innenministerium, mit der Einstellung zurückkehrender Truppen zu beginnen. Innenminister Wladimir Kolokolzew warnte vor einer massiven Krise in seinen Reihen.
Er berichtete, dass der Polizei im Jahr 2025 212.000 Beamte fehlen würden. Beamte kündigten aufgrund hoher Arbeitsbelastung und schlechter Bezahlung.
Von der Bezirkspolizei bis zu Kriminalermittlungen – leere Schreibtische häufen sich. Die Regierung hofft, dass Kriegsveteranen helfen können, die Situation zu stabilisieren.
Quellen: The Moscow Times, International Institute for Strategic Studies, Innenministerium