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„Mir wird nichts passieren“: Russischer Soldat stirbt Wochen nach Versprechen von „sicherem Dienst“

drone school russia
x/@dedzaebal

Junge Menschen fühlen sich oft unbesiegbar, wenn Militärrekrutierer sie anwerben.

Regierungen wissen genau, wie sie einen gefährlichen Job als sicheres, modernes Abenteuer für ehrgeizige Studenten verpacken können. Leider zerbricht diese Illusion in dem Moment, in dem ein neuer Rekrut einen echten Kampfplatz betritt.

Eine fatale Zusage

Die BBC deckte kürzlich eine tragische Geschichte von der Front auf. Sie enthüllte den ersten bekannten Todesfall eines russischen Studenten, der in einer neuen militärischen Drohneneinheit diente.

Das Opfer war der dreiundzwanzigjährige Waleri Awerin. Er wuchs in einem Waisenhaus auf, bevor ihn eine Pflegefamilie in der fernöstlichen Region Burjatien aufnahm.

Militärrekrutierer zielen stark auf junge Männer wie ihn ab. Sie versprechen ihnen eine sichere, hochtechnologische Rolle fernab des brutalen Schützengrabenkriegs.

Awerin glaubte der Darstellung. Medienberichten zufolge sagte der junge Student seiner Adoptivmutter: „Mir wird nichts passieren.“

An die Front geschickt

Anfang Januar unterzeichnete er einen Vertrag mit dem russischen Militär. Nach den Formalitäten verbrachte er drei Monate damit, unbemannte Luftfahrzeuge zu steuern.

Die Ausbildung endete am 24. März. Nur zwei Wochen später war der Student tot.

Die BBC berichtete, zitiert von O2, dass er am 6. April durch ukrainischen Mörserbeschuss getötet wurde. Seine Familie erhielt kurz darauf die verheerende Nachricht.

Seine Mutter bemerkte, dass er nie seine Militäreinheitsnummer oder sein Funkrufzeichen mitgeteilt hatte.

Die Gefahr verbergen

Russische Beamte führen eine massive Rekrutierungskampagne an Hunderten von Universitäten durch. Sie wollen verzweifelt technikaffine Studenten für eine wachsende Drohnentruppe gewinnen.

Der ukrainische Geheimdienst behauptet, dass dieser Zweig bereits über 100.000 Soldaten zähle. Moskau will diese Zahl bis Ende des Jahres noch weiter erhöhen.

Rekrutierer veranstalten Campus-Events und erzählen Studenten, dass Drohnenpiloten sicher vom eigentlichen Kampfgeschehen entfernt operierten. Die Realität vor Ort sei jedoch völlig anders.

Ukrainische Einheiten jagen aktiv die elektronischen Signalquellen.

Von oben gejagt

Das Steuern dieser Geräte macht Soldaten zu einem massiven Ziel. Die Opferzahlen steigen schnell.

„Drohnenoperateure werden von spezialisierten Gruppen konfrontiert“, bemerkte die BBC.

Das britische Medium wies darauf hin, dass diese Rekrutierungsversprechen falsch seien. Eine steigende Verlustrate zeichne ein sehr düsteres Bild moderner Kampfoperationen.

„Drohnenoperator zu sein ist keine Spezialität, die das Überleben im Krieg garantiert (…) Von der BBC erhobene Daten zeigen, dass die Verluste von Drohnenoperateuren auf russischer Seite mit der Sterblichkeitsrate in Artillerieeinheiten vergleichbar sind“, erklärte der Sender.

Quellen: BBC, ukrainischer Geheimdienst, X (ehemals Twitter), o2