Startseite Krieg „Riesensoldaten“ entlarven Putins Schlachtfeld-Lügen in bizarrer KI-Propaganda

„Riesensoldaten“ entlarven Putins Schlachtfeld-Lügen in bizarrer KI-Propaganda

Vladimir Putin
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Der kurze Clip behauptete, einen offiziellen Beweis dafür zu liefern, dass Truppen erfolgreich in eine neue Stadt eingedrungen seien.

Moderner Konflikt wird an zwei unterschiedlichen Fronten ausgetragen.

Während Soldaten in schlammigen Gräben kämpfen, spielt sich eine völlig andere Schlacht auf digitalen Bildschirmen ab, wo die Wahrnehmung eines Sieges ebenso wichtig sein kann wie tatsächliches Territorium.

Doch eine überzeugende Geschichte militärischen Fortschritts zu spinnen, wird von Tag zu Tag seltsamer.

Digitale Illusionen

Ukrainische Open-Source-Intelligence-Analysten entdeckten kürzlich etwas zutiefst Ungewöhnliches in einem Propagandavideo, das von russischen Online-Kanälen veröffentlicht und von United24Media zitiert wurde.

Der kurze Clip behauptete, einen offiziellen Beweis dafür zu liefern, dass Truppen erfolgreich in die Außenbezirke von Oskil eingedrungen seien, einem ruhigen Dorf in der Region Charkiw, das etwa 12 Kilometer hinter der aktiven Frontlinie liegt.

Anstatt authentischer Kampfaufnahmen, die vor Ort aufgezeichnet wurden, erkannten Forscher der Analyse-Gruppe DeepState schnell, dass das gesamte Video von Künstlicher Intelligenz generiert worden war. Die digitale Täuschung war alles andere als nahtlos.

Auffällige visuelle Fehler durchzogen jedes einzelne Bild. Industriehallen verwandelten sich in Teilen des Filmmaterials auf magische Weise in kleine Privathäuser, während ganze Gebäude völlig aus dem Nichts auftauchten.

Am bizarrsten war, dass die digitalen Soldaten verzerrte körperliche Proportionen aufwiesen, wobei eine gerenderte Figur wie ein buchstäblicher Riese über lokale Dächer ragte.

Eine sicherere Abkürzung

Militäranalysten beschreiben diese aufkommende Praxis als eine Evolution der traditionellen Flaggenpflanzungs-Taktiken durch Künstliche Intelligenz.

Monatelang haben Militärkommandeure regelmäßig kleine Einheiten auf hochriskante Missionen entsandt, nur um eine Flagge zu zeigen, einige Sekunden Video aufzunehmen und einen territorialen Sieg zu verkünden.

Diese physischen Missionen erwiesen sich oft als tödlich für die beteiligten Männer. Soldaten setzten ihre Positionen sofortigen Artillerieangriffen und bewaffneten Drohnen aus, nur um einen kurzen Clip für soziale Medien zu produzieren. Durch den Einsatz generativer Software-Tools können Kommandeure nun genau dieselben visuellen Erfolge fälschen, ohne Personal vor Ort zu riskieren.

Die Verschiebung verdeutlicht, wie gefährlich reale Fototermine nahe der Frontlinien geworden sind.

Kürzlich nahm die 142. Separate Mechanisierte Brigade der Ukraine einen russischen Soldaten einer Panzereinheit in der Region Saporischschja gefangen. Er gab zu, dass er speziell in ein Dorf geschickt worden sei, um eine Flagge für Propagandakameras zu schwenken.

Synthetisches Filmmaterial bietet eine weitaus sicherere Alternative für eifrige Militärplaner. Fortschritte auf dem Schlachtfeld auf einem Laptop-Bildschirm zu fälschen, ist einfach viel einfacher, als tatsächlich Boden gegen einen fähigen Feind zu gewinnen.

Quellen: United24 Media, DeepState