Wladimir Putin ehrte ihn erst wenige Wochen, bevor ukrainische Kräfte ihn töteten.
Herausragende Leistungen auf dem Schlachtfeld können die Karriere eines Soldaten über Nacht verändern.
Medaillen werden verliehen, Titel vergeben und Lob schallt bis zu den obersten Entscheidungsträgern.
Doch im modernen Krieg hat hohe Sichtbarkeit oft einen sehr hohen Preis.
Nachtangriff
Erst wenige Wochen, nachdem ihm Russlands höchste militärische Auszeichnung verliehen wurde, gelang es den Unmanned Systems Forces of Ukraine (USF), den russischen Generalmajor Anton Grunis bei einem nächtlichen Überfall zu töten.
USF-Kommandeur Robert „Madyar“ Brovdi verkündete die erfolgreiche Operation in den sozialen Medien, wo er auch Details darüber teilte, wie es den Drohnenkräften gelang, das hochrangige Ziel auszusschalten.
Anton Grunis war der Kommandeur der 4. Separaten Motorisierten Schützenbrigade Russlands. Ukrainische Kräfte trafen sein Versteck am 12. September 2026 in der Region Donezk.
Der Präzisionsangriff wurde von der 427. Separaten Brigade, einer Elite-Drohneneinheit namens Rarog, durchgeführt.
Eine stille Vergeltung
Die Operation erfolgte Wochen, nachdem der russische Staatschef Wladimir Putin General Grunis öffentlich gelobt hatte. Putin hatte den Kommandeur persönlich geehrt, nachdem Grunis berichtet hatte, dass russische Streitkräfte die Stadt Kostjantyniwka eingenommen hatten.
Nach diesem Bericht verliehen Kreml-Beamte Grunis den prestigeträchtigen Titel „Held Russlands“.
„Ein Mann mit einem litauischen Nachnamen, geboren in Kasan, kämpft brillant“, sagte Putin damals und lobte die Leistung des Generals in Donezk.
Brovdi reagierte direkt auf diese Kreml-Kommentare, während er den Tod des Kommandeurs bestätigte.
Sieben Kommandeure ausgeschaltet
„Als Person mit einem ungarischen Nachnamen, geboren in der Ukraine und kämpfend mit den ‚Birds‘ für unser Heimatland, berichte ich laut: General Grunis wurde von der ‚Awards‘-Einheit des Vergeltungsteams der ‚Birds‘ der Unmanned Systems Forces am 12. September 2026 in seinem nächtlichen Versteck im russisch besetzten Teil der Region Donezk eliminiert“, bestätigte Brovdi.
Laut Brovdi ist Grunis der siebte hochrangige russische Kommandeur, der von den ukrainischen Drohnenkräften getötet wurde. Zu den eliminierten Führern gehören Brigade-, Divisions- und Armeekommandanten.
„Diesmal führten die ‚Birds‘ der 427. Separaten Brigade der Unmanned Systems Forces, Rarog, die Operation präzise aus. Vielen Dank für euren engagierten Dienst und euren heldenhaften Kampf, ‚Birds‘! Wir werden standhalten. Moskau wird fallen“, sagte Brovdi.
