Startseite Krieg Russischer Kapitän gesteht: Gesunkenes Schiff transportierte Nuklearteile nach Nordkorea

Russischer Kapitän gesteht: Gesunkenes Schiff transportierte Nuklearteile nach Nordkorea

russian cargo ship Khatanga
Braveheart / Wikimedia Commons

Eine Flotte unregulierter Geisterschiffe durchstreift derzeit die Weltmeere, um internationale Sanktionen zu umgehen.

Diese alternden Schiffe stellen überall eine schreckliche Umweltgefahr für Küstengemeinden dar.

Manchmal birgt die Fracht, die tief in ihren verrosteten Rümpfen verborgen ist, eine noch tödlichere Bedrohung als eine Ölkatastrophe.

Eine verdächtige Reise

Ende Dezember 2024 verschwand ein russisches Frachtschiff namens *Ursa Major* etwa 96,5 Kilometer vor der spanischen Küste. Offiziell beförderte das Schiff über hundert leere Schiffscontainer und zwei riesige Baukräne.

Doch die offiziellen Schiffspapiere verbargen eindeutig eine dunklere Wahrheit. Laut einer CNN-Untersuchung, die von der Kyiv Post zitiert wird, verließ das Schiff Russland kurz nachdem der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un Truppen zur Unterstützung der Invasion der Ukraine entsandt hatte.

Die portugiesische Marine behielt das Schiff genau im Auge, als es die europäische Küste entlangfuhr. Zwei voll bewaffnete russische Militärschiffe eskortierten den Schwertransporter auf seinem Weg.

Plötzliche Unterwasserexplosionen

Die Reise fand ein sehr gewaltsames Ende. Spanische Ermittler teilten CNN mit, dass drei massive Explosionen die Steuerbordseite des Schiffes nahe dem Maschinenraum zerrissen und letztlich zwei Besatzungsmitglieder töteten.

Vierzehn Überlebende entkamen schnell in einem Rettungsboot. Spanische Rettungsteams gingen daraufhin an Bord des stark Schlagseite habenden Schiffes und fanden es zunächst tatsächlich relativ stabil vor.

Diese Stabilität hielt nicht sehr lange an. Die russische Militäreskorte befahl plötzlich allen nahegelegenen Booten, sich zu entfernen. CNN berichtet, dass seismische Sensoren daraufhin vier Unterwasserexplosionen detektierten, die das Schiff direkt auf den Grund sinken ließen.

Eine tödliche Fracht

Der überlebende russische Kapitän gab schließlich die erschreckende Realität zu. Er teilte spanischen Regierungsvertretern mit, der Rumpf habe „Komponenten für zwei Kernreaktoren, ähnlich denen, die in U-Booten verwendet werden“, enthalten.

Der Kapitän deutete auch an, dass das endgültige Ziel wahrscheinlich der nordkoreanische Hafen Rason gewesen sei. CNN merkte an, dass Ermittler hinterfragten, warum Moskau eine lange Seeroute für leere Container statt seines ausgedehnten Schienennetzes nutzen würde.

Amerikanische Streitkräfte nahmen die potenzielle Bedrohung sehr ernst. Öffentliche Flugdaten zeigten, dass ein spezialisiertes Flugzeug der US Air Force in den folgenden Tagen zweimal direkt über die Unglücksstelle flog.

Ein Sprecher des 55. Geschwaders bestätigte gegenüber CNN, dass dieses spezielle Flugzeug die „Sammlung und Analyse von nuklearen Trümmern“ unterstütze. Glücklicherweise meldete die spanische Regierung keinerlei radioaktive Kontamination entlang ihrer südlichen Küsten.

Quellen: Kyiv Post, CNN, spanische Regierung, portugiesische Marine, US Air Force 55th Wing