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Ukraine meldet 90.000 Vermisste im Krieg — die meisten von ihnen sind Soldaten

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Seneline / Shutterstock.com

Der menschliche Preis der groß angelegten russischen Invasion in der Ukraine steigt weiter.

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Neben den bestätigten Toten und Verwundeten warten Zehntausende Familien weiterhin auf Nachrichten über Angehörige, die als vermisst gelten.

Rund 90.000 Ukrainer werden seit Beginn des Krieges als vermisst geführt, teilte der ukrainische Staatsbeauftragte für unter besonderen Umständen Vermisste am Donnerstag mit.

Überwiegend Militärangehörige

Laut EFE unter Berufung auf in Ukrainska Pravda veröffentlichte Angaben erklärte der ukrainische Beauftragte Artur Dobroserdow, dass die meisten Vermissten Angehörige der Streitkräfte seien.

Er deutete an, dass der Großteil der vermissten Soldaten vermutlich ums Leben gekommen sei.

Einige könnten sich jedoch als Kriegsgefangene in Russland befinden, während andere möglicherweise desertiert seien.

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Gefangenenaustausch

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass sich derzeit rund 7.000 ukrainische Soldaten in russischer Gefangenschaft befinden.

Zugleich halte die Ukraine nach Angaben von EFE, zitiert von Agerpres, etwa 4.000 russische Kriegsgefangene fest.

Beide Seiten haben sich zurückhaltend gezeigt, umfassende Verlustzahlen zu veröffentlichen, und werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die gegnerischen Verluste zu übertreiben.

Umstrittene Zahlen

Anfang dieses Monats sagte Selenskyj, seit Beginn der Invasion seien etwa 55.000 ukrainische Soldaten getötet worden. Vor zwei Jahren bezifferte er die Zahl noch auf rund 31.000.

US-Vertreter schätzten hingegen im August 2023, dass zu diesem Zeitpunkt bereits etwa 70.000 ukrainische Soldaten gefallen seien.

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Im Dezember 2023 behauptete der frühere Präsidialberater Oleksii Arestowytsch, ungefähr 200.000 ukrainische Soldaten seien ums Leben gekommen.

Ein französischer Kriegsreporter berichtete im März 2024 unter Berufung auf eine Quelle im ukrainischen Militärgeheimdienst, dass etwa 60.000 Soldaten getötet und rund 30.000 vermisst seien. Von den Vermissten würden etwa 90 Prozent als tot vermutet und 10 Prozent in russischer Gefangenschaft vermutet.

US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, dass entlang der Frontlinie jede Woche Tausende Menschen sterben.

Quellen: EFE, Agerpres, Ukrainska Pravda, Digi24

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