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Verängstigter Putin heuert mehr Wachen an und zieht sich in Bunker zurück

Vladimir Putin
Skärmdump / YouTube

Zehn hochrangige Generäle des Verteidigungsministeriums erhielten gerade eigene Elite-Personenschutzteams.

Wenn ein Anführer Gefahr im Verborgenen wittert, schrumpft der Kreis des Vertrauens schnell. Sicherheitsteams werden größer und tragen schwerere Waffen. Die Beobachtung dieser physischen Veränderungen gewährt der Welt einen klaren Einblick in eine zutiefst paranoide Denkweise.

Ausweitung des inneren Kreises

Wladimir Putin stockt die Personalstärke des Föderalen Schutzdienstes rapide auf. Diese spezielle Einheit fungiert als ultimativer Schutzschild für die mächtigsten Persönlichkeiten der russischen Regierung.

Ein neuer Gesetzesentwurf enthüllt Pläne, den zentralen Personalbestand bis Anfang Juli von 785 auf 812 Mitglieder zu erweitern. Wiorstka berichtete ursprünglich über das Dokument, und The Moscow Times teilte die Erkenntnisse.

Vor Beginn der Invasion beschäftigte diese spezielle Abteilung lediglich 725 Personen. Der Präsident erhöht nun zum vierten Mal seit Beginn des Konflikts die Personalstärke.

Merkwürdigerweise bricht diese jüngste Personalaufstockung mit einem langjährigen Muster. Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt ändern Beamte die Zahlen mitten im Kalenderjahr.

Blicke über die Schulter

Die plötzliche Einstellungswelle deutet auf tiefe Ängste innerhalb des Kremls hin. Laut der Financial Times fürchtet der russische Staatschef zunehmend einen plötzlichen Drohnenangriff oder einen koordinierten internen Putschversuch.

Diese Bedenken sollen Berichten zufolge kürzlich nach einem größeren geopolitischen Schock im Ausland sprunghaft angestiegen sein.

Die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch amerikanische Streitkräfte erschütterte die Regierung zutiefst.

Um sein Risiko zu minimieren, schränkt Putin seinen Reiseplan nun stark ein. Er verlangt zudem extreme Hintergrundüberprüfungen für alle Besucher, die das Gelände betreten dürfen.

Selbst einfache Auslandsreisen gleichen nun schweren Militäroperationen. Als er im Mai Kasachstan besuchte, umfasste seine Wagenkolonne einen Hubschrauber, ein elektronisches Kampffahrzeug und einen Panzerwagen, der mit einem Dachschützen ausgestattet war.

Versteck in den Bunkern

Die Angst reicht weit über einfache Reisevorkehrungen hinaus. Die Financial Times berichtet, dass der Präsident und seine Familie sich nicht mehr in ihren traditionellen Anwesen in Waldais und Moskau aufhalten.

Stattdessen hat sich die Familie in verstärkte unterirdische Schutzräume zurückgezogen. Quellen berichteten der Zeitung, dass sie ihre Tage derzeit in Bunkern in der Region Krasnodar verbringen.

Die zusätzliche Sicherheitsdecke erstreckt sich auch auf weitere Militärs. Zehn hochrangige Generäle des Verteidigungsministeriums erhielten gerade eigene Elite-Personenschutzteams.

Diese neue VIP-Liste umfasst drei Stellvertreter, die unter Waleri Gerassimow, dem Generalstabschef, arbeiten. Zuvor war Gerassimow der einzige Militärbefehlshaber, der dieses spezifische Maß an staatlichem Schutz genoss.

Diese alte Politik änderte sich vollständig, nachdem ukrainische Geheimdienstagenten eine Reihe gezielter Attentatsversuche gegen hochrangige Offiziere gestartet hatten.

Quellen: Wiorstka, The Moscow Times, Financial Times