Über 100.000 Pfund Gehalt und trotzdem unglücklich: Anwältin gibt vor, zu arbeiten

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Die Suche nach dem idealen Modell geht weiter.

Eine 33-jährige Anwältin namens Shireen, die über 100.000 Pfund pro Jahr verdient, fühlt sich in ihrer Arbeit isoliert und unzufrieden. 

Trotz ihres hohen Gehalts leidet sie unter einer toxischen Arbeitskultur, ständigen Vergleichen und Überstunden. Shireen hat sich von ihrer Karriere entfremdet und tut nicht einmal mehr das Minimum, das von ihr erwartet wird. 

Sie schläft tagsüber, tut so, als würde sie von zu Hause aus arbeiten, und erledigt ihre persönlichen Angelegenheiten. Sie hat sich krank gemeldet und nutzt die Arbeitszeit für andere Aktivitäten, während sie nach einem neuen Job sucht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, dass britische Arbeitnehmer im Vergleich zu vor einem Jahrzehnt eine Rekordzahl an Krankheitstagen nehmen. Die Zahl der Krankheitstage pro Jahr ist von 5,8 auf 7,8 gestiegen. 

Stressbedingte Abwesenheiten sind in 76% der befragten Organisationen ein häufiger Grund für Fehlzeiten. 

Obwohl 44% der Mitarbeiter mindestens teilweise von zu Hause aus arbeiten, scheint das ideale Modell für hybrides Arbeiten noch nicht gefunden zu sein. Die CIPD-Umfrage ergab, dass 87% der Befragten im letzten Jahr Präsentismus beobachtet haben. 

Einige Arbeitnehmer versuchen, die Kontrolle zurückzugewinnen, indem sie sich krank melden, leise kündigen oder Zeitdiebstahl begehen.

Karriere-Coach Natalie Trice sagt, dass solche Aktionen, die oft in Unzufriedenheit oder dem Wunsch nach mehr Autonomie verwurzelt sind, kurzfristige Lösungen sein können, aber letztendlich zu einem Teufelskreis aus abnehmender Arbeitszufriedenheit und Engagement führen können. 

Sie empfiehlt, offen mit Managern oder der Personalabteilung zu kommunizieren, um flexible Arbeitszeiten, Anpassungen der Arbeitsbelastung oder psychische Gesundheitsunterstützung zu suchen, berichtet Metro.