Reisende aus mehreren Ländern werden es ab heute schwerer haben, in die Vereinigten Staaten einzureisen.
Amerikanische Gesundheitsbehörden verschärfen die Grenzkontrollen, nachdem ein wachsender Ebolaausbruch in Teilen Afrikas erneute Befürchtungen über eine internationale Ausbreitung ausgelöst hat.
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gaben am Donnerstag bekannt, dass die Vereinigten Staaten umgehend temporäre Einreisebeschränkungen für Reisende einführen werden, die mit der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und dem Südsudan in Verbindung stehen.
Die Maßnahmen erfolgen, während die Zahl der Ebola-Fälle und Todesfälle in den betroffenen Regionen weiter steigt.
Neue Beschränkungen treten sofort in Kraft
Staatsbürgern der drei Länder wird die Einreise in die Vereinigten Staaten gemäß den neuen Regeln vorübergehend untersagt.
Amerikanischen Staatsbürgern, Personen mit ständigem Wohnsitz und US-Bürgern, die kürzlich durch die betroffenen Länder gereist sind, wird die Rückkehr nach Hause weiterhin gestattet sein, obwohl sie bei der Ankunft nun deutlich strengeren Screening-Verfahren unterzogen werden.
Laut CDC bleiben die Beschränkungen zunächst 30 Tage lang in Kraft, während die Behörden eine umfassendere Bewertung des öffentlichen Gesundheitsrisikos abschließen.
Die Behörden geben an, Ziel sei es, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass Ebola die US-Bevölkerung erreicht.
Reisende müssen sich Gesundheitschecks und Überwachung unterziehen
Jeder, dem die Einreise in das Land nach einer kürzlichen Reise in den Kongo, nach Uganda oder in den Südsudan gestattet wird, muss sich an Flughäfen einer erweiterten medizinischen Untersuchung unterziehen.
CDC-Beamte erklären, Reisende würden Fragen zu Symptomen und ihrer Reisegeschichte beantworten und sich zudem Temperaturkontrollen mittels berührungsloser Thermometer unterziehen.
Medizinisches Personal wird die Passagiere zusätzlich auf sichtbare Krankheitsanzeichen hin beobachten.
Personen ohne Symptome werden dennoch angewiesen, ihre Gesundheit 21 Tage lang nach Verlassen der betroffenen Regionen zu überwachen.
Reisende, die mögliche Anzeichen einer Infektion zeigen, erhalten eine zusätzliche medizinische Untersuchung und können direkt zur Isolation und weiteren Tests in Krankenhäuser verlegt werden.
Trump reagiert auf Ausbruchsängste
Donald Trump äußerte sich diese Woche gegenüber Reportern zu der Situation und räumte eine wachsende Besorgnis hinsichtlich des Ausbruchs ein.
„Ich bin besorgt über alles, aber sicherlich [bin ich besorgt]“, sagte Trump.
„Ich denke, dass es sich im Moment auf Afrika beschränkt hat, aber es ist etwas, das einen Ausbruch hatte.“
Gesundheitsbeamte betonen weiterhin, dass derzeit keine bestätigten Ebola-Fälle in den Vereinigten Staaten existieren und dass das Gesamtrisiko für die amerikanische Öffentlichkeit gering bleibt.
Todeszahl steigt weiter an
Der aktuelle Ausbruch begann am 24. April in Bunia, gelegen in der Provinz Ituri der Demokratischen Republik Kongo.
Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) listeten zuvor Mitte Mai acht bestätigte Fälle, 246 Verdachtsfälle und 80 Todesfälle auf.
Neuere Berichte der kongolesischen Gesundheitsbehörden beziffern den Ausbruch nun auf 131 Todesfälle und 513 Verdachtsfälle.
Symptome können Wochen später auftreten
Die Ebola-Viruskrankheit ist eine seltene, aber äußerst schwerwiegende Infektion, die durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten von infizierten Menschen oder Wildtieren übertragen wird.
Symptome können zwischen zwei und 21 Tagen nach der Infektion auftreten.
Frühe Anzeichen ähneln oft einer schweren Grippe und umfassen hohes Fieber, extreme Erschöpfung und Kopfschmerzen.
Weitere Symptome können Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen, Hautausschläge, Muskelschmerzen und Halsschmerzen sein.
Schwerere Fälle können eine Gelbfärbung der Haut und Augen, weit verbreitete Blutergüsse, Blutungen aus Ohren, Augen, Nase oder Mund, Blut im Erbrochenen oder Stuhl sowie Zahnfleisch- oder Vaginalblutungen umfassen.
Globale Gesundheitsbehörden überwachen den Ausbruch weiterhin genau, während Regierungen zusätzliche Eindämmungsmaßnahmen prüfen.