Rechtsstreit beginnt: 25 Staaten nehmen Trumps Zollplan ins Visier.
Eine umfassende Klage von mehr als zwei Dutzend US-Bundesstaaten hat eine neue Front im Kampf um Donald Trumps Handelspolitik eröffnet. Gegner werfen der Regierung vor, Zölle wiederzubeleben, die Gerichte bereits unter einer anderen rechtlichen Begründung abgelehnt hatten.
Die Klage argumentiert, dass das Weiße Haus versucht, durch ein anderes Gesetz das zu erreichen, was ihm zuvor untersagt wurde. Dies bereitet einen weiteren großen Rechtsstreit über die Befugnis des Präsidenten zur Neugestaltung der amerikanischen Handelspolitik vor.
Generalstaatsanwälte aus 25 Bundesstaaten haben Klage beim U.S. Court of International Trade eingereicht, um eine neue Runde von Zöllen der Trump-Regierung zu blockieren.
Laut Digi24, unter Berufung auf die Klageschrift, stützt sich die Regierung auf Section 301 des Trade Act von 1974, um Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent auf Importe aus Dutzenden von Ländern und der Europäischen Union zu rechtfertigen.
Vertreter der Bundesstaaten argumentieren, dass dieser Schritt kaum mehr als ein Versuch sei, Zölle wieder einzuführen, die zuvor vom U.S. Supreme Court unter einem anderen rechtlichen Rahmen aufgehoben worden waren.
Streitpunkt ist die rechtliche Befugnis
Die Regierung verteidigt die Maßnahmen mit dem Argument, sie zielten darauf ab, Handelspraktiken im Zusammenhang mit angeblich durch Zwangsarbeit hergestellten Gütern zu bekämpfen.
Die Kläger weisen diese Erklärung zurück und behaupten, dass die Begründung der Zwangsarbeit als rechtlicher Vorwand und nicht als die wahre Grundlage der Politik diene.
Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, deren Büro die Koalition anführt, hat argumentiert, dass die Regierung erneut versuche, amerikanischen Verbrauchern und Unternehmen unrechtmäßige Kosten aufzuerlegen, indem sie die präsidiale Befugnis überschreite.
Frühere von der Trump-Regierung eingeführte Zölle stützten sich auf präsidiale Notstandsbefugnisse, bevor sie schließlich vom Supreme Court für ungültig erklärt wurden.
Anstatt die umfassendere Politik aufzugeben, wechselte das Weiße Haus zu einem anderen Abschnitt des Bundeshandelsrechts, was Kritiker zu der Behauptung veranlasste, die Regierung versuche, das frühere Urteil zu umgehen, anstatt es zu befolgen.
Die Koalition fordert das Gericht auf, die Zölle auszusetzen, sie für rechtswidrig zu erklären und die Bundesregierung anzuweisen, bereits unter der umstrittenen Politik erhobene Abgaben zurückzuerstatten.
Die jüngste Klage fügt Trumps Wirtschaftspolitik eine weitere hochkarätige rechtliche Herausforderung hinzu, wobei das Ergebnis voraussichtlich sowohl die präsidialen Handelsbefugnisse als auch die zukünftige Ausrichtung der US-Zollpolitik prägen wird.