Ukraines Strategie wird sehr deutlich, wenn man die Zahlen aufschlüsselt.
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371, oder etwas mehr als einer pro Tag, das ganze Jahr über.
Laut der ukrainischen regierungsnahen Plattform United24Media steht die oben genannte Zahl für bestätigte ukrainische Drohnen- und Raketenangriffe, die im Jahr 2025 russisches Gebiet trafen.
Die Zahlen wurden nicht unabhängig überprüft.
Geht man jedoch davon aus, dass die Zahl korrekt ist, lohnt sich ein Blick darauf, was ins Visier genommen wurde — denn das zeigt klar, wie die ukrainische Strategie im Jahr 2025 aussah.
Die fünf wichtigsten Ziele
Von den 371 Angriffen trafen 91 Einrichtungen des russischen militärisch-industriellen Komplexes.
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Das entspricht fast 25 Prozent, also etwa jedem vierten Angriff.
An zweiter Stelle stehen jedoch Ölraffinerien mit 88 Angriffen — und die weiteren Einträge auf der Liste verdeutlichen die ukrainische Strategie zusätzlich:
- Öl-Umspannwerke (30 Angriffe)
- Öllageranlagen (28 Angriffe)
- Logistikinfrastruktur (28 Angriffe)
Insgesamt richteten sich 195 der 371 Angriffe im Jahr 2025 entweder gegen die russische Öl- oder Gasindustrie. Das entspricht rund 52 Prozent aller Angriffe, also etwas mehr als der Hälfte.
Öl- und Gaseinnahmen auf Fünfjahrestief
Ein Blick auf Zahlen aus dem Kreml zeigt, dass die ukrainische Strategie, russische Energieinfrastruktur ins Visier zu nehmen, zusammen mit westlichen Sanktionen der russischen Wirtschaft schadet.
In der vergangenen Woche berichtete Reuters, dass sich die russischen Öl- und Gaseinnahmen im Januar im Vergleich zum selben Monat des Jahres 2025 halbiert hätten — der niedrigste Stand seit Juli 2020.
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Die Einnahmen sanken zudem von 447,8 Milliarden Rubel (5,81 Mrd. US-Dollar) im Dezember 2025 auf 393,3 Milliarden Rubel (5,10 Mrd. US-Dollar) im Januar 2026.
Quellen: United24Media, Reuters