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Japans Exporte explodieren trotz Energiekrise durch Iran-Krieg

Japans Exporte explodieren trotz Energiekrise durch Iran-Krieg

Japans Exporte stiegen im April stark an, angetrieben durch die weltweit steigende Nachfrage nach Halbleitern und KI-bezogener Technologie, auch wenn das Land zunehmendem Druck durch gestörte Öl- und Gaslieferungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran ausgesetzt war.

Neue Regierungszahlen zeigen, dass der japanische Handel trotz Energiebedenken und steigender Importkosten widerstandsfähig blieb, berichtet ABC News.

Chipnachfrage steigt stark an

Daten des Finanzministeriums, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, zeigten, dass die japanischen Exporte im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,8 % gestiegen sind.

Dies war der achte Monat in Folge mit Exportwachstum.

Halbleiterlieferungen führten den Anstieg an und stiegen im Wert um fast 42 %, da globale Technologieunternehmen den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz und die Produktion von Computerchips fortsetzten.

Auch die Exporte von Medizinprodukten, Papierwaren und Elektromaschinen verzeichneten starke Zuwächse.

Handelsbilanzüberschuss kehrt zurück

Japan verzeichnete einen Handelsbilanzüberschuss von 301,9 Milliarden Yen, oder umgerechnet etwa 1,9 Milliarden US-Dollar, und kehrte damit ein Defizit um, das im gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnet worden war.

Die Importe stiegen im Jahresvergleich um 9,7 %.

Der Handel sowohl mit China als auch mit den Vereinigten Staaten verstärkte sich ebenfalls. Die Exporte nach China stiegen um 15,5 %, während die Exporte in die USA um 9,5 % zunahmen.

Gleichzeitig kletterten die Importe aus China um 15 %, und die Importe aus den USA stiegen laut den Zahlen des Ministeriums um 23 %.

Energieversorgung unter Druck

Trotz des allgemeinen Importwachstums gingen Japans Käufe von Öl und Flüssigerdgas stark zurück, da der Konflikt mit dem Iran die Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus störte.

Die Ölimporte fielen im Wert um fast 50 % im Vergleich zum Vorjahr, während die Flüssigerdgasimporte um 20 % zurückgingen.

Japan ist stark von importierter Energie abhängig, und die Störung hat Bedenken hinsichtlich Lieferengpässen und steigenden Kraftstoffpreisen aufgeworfen.

Die Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi hat bereits die Freigabe eines Teils der strategischen Ölreserven Japans angeordnet, um die Versorgung zu stabilisieren.

Steigende Kosten

Der Konflikt hat die globalen Ölpreise stark in die Höhe getrieben.

Brent-Rohöl, das vor der Eskalation mit dem Iran nahe 70 US-Dollar pro Barrel gehandelt wurde, ist nun über 100 US-Dollar gestiegen.

Ein schwächerer japanischer Yen hat die Kosten für den Import von in US-Dollar bepreisten Kraft- und Energieprodukten zusätzlich erhöht.

Höhere Ölpreise wirken sich auch auf Industrien aus, die von erdölbasierten Materialien abhängig sind, darunter der Chemiesektor und Fertigungssektoren, die Produkte wie Naphtha verwenden.

Quellen: ABC News, Japanisches Finanzministerium