Eine strafrechtliche Untersuchung ist abgeschlossen, nachdem Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu sensiblen Akten in der London Clinic aufkamen.
Die britische Datenschutzaufsichtsbehörde hat eine prominente Untersuchung wegen eines angeblichen Versuchs, Profit aus vertraulichen medizinischen Informationen im Zusammenhang mit Catherine, Prinzessin von Wales, zu schlagen, abgeschlossen. Dies geschieht fast zwei Jahre, nachdem erstmals Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu Akten in der London Clinic aufkamen.
Laut Reuters gaben die Behörden an, ein ehemaliger Mitarbeiter im Gesundheitswesen habe sensible Informationen vorsätzlich missbraucht und angeboten, diese gegen finanziellen Gewinn offenzulegen. Dies lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf den Umgang mit privaten medizinischen Daten in einem der bekanntesten Privatkrankenhäuser des Landes.
Ermittlung abgeschlossen
Das Information Commissioner’s Office (ICO), die britische Datenschutzaufsichtsbehörde, bestätigte am Mittwoch, dass seine strafrechtliche Untersuchung abgeschlossen sei. Nach Angaben der Behörde sei ein ehemaliger Mitarbeiter unsachgemäß mit hochsensiblen persönlichen Informationen umgegangen und habe versucht, diese zu verkaufen.
Während das ICO es ablehnte, die Person zu identifizieren, deren Akten betroffen waren, berichtete der britische Sender Sky News, dass der Fall Prinzessin Kate betreffe.
Beamte gaben an, dass eine formelle Verwarnung im Zusammenhang mit der Straftat erteilt worden sei.
Fragen kamen erstmals im März 2024 auf, nachdem Berichte nahelegten, dass Krankenhausmitarbeiter versucht haben könnten, auf Akten zuzugreifen, die mit Kates Behandlung in der London Clinic in Verbindung stehen, wo sie Anfang des Jahres eine Bauchoperation hatte.
Keine umfassenderen Probleme festgestellt
Die Ermittler prüften, ob umfassendere Versäumnisse innerhalb des Krankenhauses den unsachgemäßen Zugriff auf vertrauliche Informationen ermöglicht hatten.
Nach seiner Überprüfung erklärte das ICO, es habe keine Anzeichen für umfassendere systemische Probleme in der London Clinic gefunden.
Das Krankenhaus, eine der größten privaten medizinischen Einrichtungen Großbritanniens, hat im Laufe der Jahre mehrere hochrangige Mitglieder der Königsfamilie behandelt, darunter King Charles.
Der Kensington Palast lehnte eine Stellungnahme zum Ergebnis der Untersuchung ab.
Gesundheitsbedenken dominierten 2024
Das öffentliche Interesse an Kates Gesundheit verstärkte sich nach ihrer Operation im Januar 2024. Monate später gab die Prinzessin von Wales bekannt, dass sie eine Chemotherapie begonnen hatte, nachdem Tests eine nicht näher bezeichnete Krebserkrankung festgestellt hatten.
Details zu ihrem Zustand blieben während der gesamten Behandlung weitgehend privat, was Berichte über mögliche Versuche, auf medizinische Informationen zuzugreifen oder diese zu verkaufen, besonders heikel machte.
Die Genesung ist seitdem stetig vorangeschritten. Kate gab letztes Jahr bekannt, dass sie sich in Remission befinde und ihre offiziellen Pflichten schrittweise wieder aufgenommen habe.
Rückkehr ins öffentliche Leben
In den letzten Monaten hat die Prinzessin wieder eine sichtbarere Rolle innerhalb der Königsfamilie eingenommen.
Im vergangenen Monat absolvierte sie ihren ersten offiziellen Auslandsauftritt seit Abschluss ihrer Behandlung bei einem Besuch in Italien, was einen weiteren Schritt in ihrer Rückkehr zu öffentlichen Pflichten nach einer herausfordernden Zeit für sie und das gesamte königliche Haus darstellt.
Die Ergebnisse vom Mittwoch schließen einen Fall ab, der erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit erregte und die Debatte über die Privatsphäre von Patienten neu entfachte, insbesondere wenn prominente Persönlichkeiten medizinisch versorgt werden.