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König Charles bricht jahrhundertealte Tradition und zieht dauerhaft ins Clarence House

King Charles
Richard Juilliart / Shutterstock

Jahrhundertealte Traditionen prägen auf einzigartige Weise, wie ein Land seine Führungspersönlichkeiten wahrnimmt.

Wenn große öffentliche Investitionen in historische Wahrzeichen getätigt werden, erwarten die gewöhnlichen Steuerzahler natürlich, dass diese prächtigen Gebäude ihrem ursprünglichen Zweck dienen. Doch eine überraschende Änderung der königlichen Wohnsituation stellt diese Erwartungen derzeit infrage, wie der Daily Express berichtet.

Eine massive Veränderung

Dem Daily Express zufolge wird König Charles nicht in den Buckingham-Palast einziehen, wenn dessen umfassende Renovierung im Wert von 369 Millionen Pfund im nächsten Frühjahr abgeschlossen ist. Stattdessen planen der Monarch und Königin Camilla, dauerhaft im Clarence House zu bleiben und damit eine jahrhundertealte britische Tradition zu brechen.

Das Wahrzeichen mit 775 Zimmern wird für offizielle Anlässe geöffnet bleiben und als zentrale Hauptverwaltung fungieren, aber es wird vollständig aufhören, ein Zuhause zu sein. Prinz William und Prinzessin Kate haben ebenfalls nicht die Absicht, jemals einzuziehen.

Die Entscheidung hat scharfe Kritik von Königshausexperten ausgelöst, die einen öffentlichen Aufschrei wegen des massiven Budgets befürchten. Viele fragen sich, warum so viel öffentliches Geld für ein Gebäude ausgegeben wurde, das im Wesentlichen zu einem Museum wird.

Die falsche Botschaft

Der Royal-Journalist Phil Dampier glaubt, dass das Leerstehen des Gebäudes ein großer Fehltritt ist. Er warnt, dass dies die Attraktivität der Königsfamilie schädigen könnte.

„Ich denke, es wäre ein großer Fehler für König Charles, nicht im Buckingham-Palast zu wohnen, wenn die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind. Es werden Fragen aufkommen, warum so viel Geld für etwas ausgegeben wurde, das zu einem Büro und einer Touristenattraktion mit Museumscharakter wird“, sagte Dampier dem Daily Express. Er fügte hinzu: „Das Leben in weltberühmten Palästen sollte immer noch Teil des Zaubers sein.“

Beamte spielten die Kontroverse jedoch herunter und erklärten, die Verlagerung ermögliche der Öffentlichkeit mehr Zugang. Ein Sprecher verteidigte die Entscheidung.

„Der Palast wird in jeder traditionellen Hinsicht das schlagende Herz der Monarchie bleiben, nur nicht ihr ruhendes Haupt“, sagte der Sprecher.

Streben nach Offenheit

Die Neuigkeiten kamen zusammen mit den jährlichen Finanzberichten ans Licht. In einem historischen Novum legten sowohl Charles als auch William ihre persönlichen Steuererklärungen der Öffentlichkeit offen, um die Transparenz zu verbessern.

Die Aufzeichnungen zeigen, dass der König im Finanzjahr 12,9 Millionen Pfund an Steuern zahlte, womit er sich unter den Top 100 Steuerzahlern neben Prominenten wie Harry Styles einreiht.

Quellen aus dem Umfeld des Königs teilten dem Daily Express mit, dass dieser Schritt „ein weiterer Fortschritt in der Entwicklung und Modernisierung“ der Krone sei. Sie merkten an, dass die Beamten „einen hohen Wert auf Transparenz“ legten, angesichts der zunehmenden Kontrolle der königlichen Ausgaben.

Quellen: Daily Express