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Lavrov sagt, Russland werde internationale Sicherheitsgarantien in der Ukraine nur unter einer Bedingung akzeptieren

Sergej Lavrov
Пресс-служба Госдумы / Wiki Commons

Er beschrieb die Ukraine außerdem als die „ehemalige Ukraine“.

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Sonntag, 25. Januar 2026, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, das Dokument über Sicherheitsgarantien zwischen den USA und der Ukraine sei „zu 100 Prozent fertig“, und die Ukraine warte lediglich darauf, dass die USA Zeit und Ort für die Unterzeichnung festlegten.

Das Dokument ist bislang nicht unterzeichnet worden – und wenn es nach Russland geht, wird es das auch nicht, zumindest nicht, bevor eine Bedingung erfüllt ist.

Moskaus rote Linien

Nach Angaben der DPA sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag, dass Sicherheitsgarantien nur für eine Ukraine gelten dürften, die keine Bedrohung für Russland darstelle.

Konkret wolle Moskau eine „moskaufreundliche“ Ukraine, falls Russland die Sicherheitsgarantien akzeptieren solle, berichtet die DPA.

„Wenn das Ziel darin besteht, das Regime auf einem Teil des Territoriums der ehemaligen Ukraine zu erhalten und dieses Regime weiterhin als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann … werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern“, sagte er in Moskau laut der Nachrichtenagentur Interfax.

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Lawrow erklärte zudem, Russland kenne die Details dessen nicht, worauf sich Washington und Kyjiw in Bezug auf Garantien möglicherweise geeinigt hätten. Er fügte hinzu, Moskau bleibe offen für Gespräche über umfassendere kollektive Sicherheitsregelungen in der Region, sofern Russlands eigene Sicherheitsinteressen berücksichtigt würden.

Gespräche gehen weiter

Seit November haben die USA, die Ukraine und europäische Länder mehrere Verhandlungsrunden über mögliche Regelungen für die Zeit nach dem Krieg abgehalten, wobei amerikanische Unterhändler Moskau auf dem Laufenden hielten.

Trotz der Diplomatie bleiben die Kämpfe intensiv. Am vergangenen Wochenende trafen ukrainische und russische Vertreter erstmals seit einiger Zeit direkt unter US-Vermittlung zusammen.

Eine zweite Gesprächsrunde wird für Sonntag in Abu Dhabi erwartet, diesmal ohne US-Beteiligung, während die Bemühungen um einen Ausweg weitergehen.

Quellen: Reuters, DPA, Interfax

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