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„Macht Pluto wieder zu einem Planeten“ – Kampagne sorgt online für Aufsehen

Dwarf planets, pluto
buradaki / Shutterstock.com

Eine lange als abgeschlossen geltende Debatte über den Weltraum rückt nach neuer politischer Unterstützung in den Vereinigten Staaten wieder in den Fokus. Forderungen, Plutos Status wiederherzustellen, finden sowohl bei Wissenschaftlern als auch in der Öffentlichkeit zunehmend Beachtung.

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Der erneute Vorstoß sorgt fast zwei Jahrzehnte nach der Einführung der Zwergplanet-Klassifizierung für Kontroversen.

Neue Debatte

NASA-Chef Jared Isaacman hat sich laut Ziarre.com dafür ausgesprochen, Pluto wieder als Planeten einzustufen, und stellt sich damit auf die Seite des ehemaligen Präsidenten Donald Trump.

„Ich unterstütze Präsident Trump zu 100 %, wenn es darum geht, Pluto wieder groß zu machen“, sagte Isaacman gegenüber der Daily Mail.

Er verwies zudem auf Plutos Entdeckungsgeschichte in Kansas und erklärte, die Anerkennung sollte dessen historische Bedeutung widerspiegeln.

Diese Aussagen haben die Diskussion über Plutos Stellung im Sonnensystem erneut entfacht.

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Warum sich das änderte

Pluto wurde 1930 vom Astronomen Clyde W. Tombaugh entdeckt und galt lange als neunter Planet.

Dies änderte sich im Jahr 2006, als die Internationale Astronomische Union neu definierte, was als Planet gilt.

Nach den neuen Kriterien wurde Pluto als „Zwergplanet“ eingestuft, da er seine Umlaufbahn nicht von anderen Objekten freigeräumt hat.

Die Entscheidung folgte auf die Entdeckung ähnlicher Himmelskörper wie Eris, die die traditionelle Definition infrage stellten.

Wachsende Unterstützung

Die Unterstützung für eine Wiederherstellung von Plutos Status breitet sich über die wissenschaftliche Gemeinschaft hinaus aus.

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Schauspieler William Shatner kritisierte die IAU und bezeichnete sie als „eine Gruppe korrupter Nerds auf der Suche nach Macht“ und forderte Trump zum Handeln auf.

Auch Elon Musk reagierte und erklärte: „Ich würde das unterstützen.“

Einige US-Politiker, darunter Senator Mike Lee, haben die Idee ebenfalls öffentlich befürwortet.

Realitätscheck

Trotz der zunehmenden Aufmerksamkeit weisen Experten darauf hin, dass ein US-Präsident nicht die Befugnis hat, planetare Klassifikationen neu festzulegen.

Die Entscheidung liegt letztlich bei internationalen wissenschaftlichen Gremien.

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Vergangene Debatten zeigen, dass sich solche Klassifikationen ändern können. Ceres, einst als Planet betrachtet, wurde später in ähnlicher Weise neu eingeordnet.

Auch der ehemalige NASA-Administrator Jim Bridenstine stellte die Kriterien infrage und deutete an, dass die Definition eines Planeten weiterhin Interpretationsspielraum lässt.

Quellen: Ziarre.com, The Daily Mail