Das Pentagon hat die Ankunft des amerikanischen U-Bootes in europäischen Gewässern bestätigt.
Das Pentagon bestätigte am Montagabend, dass ein atomgetriebenes US-U-Boot in Gibraltar eingetroffen ist, dem britischen Überseegebiet am Eingang zum Mittelmeer.
Atom-U-Boot legt in Gibraltar an
Laut Digi24 beschrieben amerikanische Militärvertreter den Stopp als Demonstration des US-Engagements gegenüber NATO-Verbündeten und der regionalen Sicherheitskooperation.
Das U-Boot gehört zur Ohio-Klasse – einer Flotte, die weithin als eine der am stärksten geschützten und strategisch wichtigsten Plattformen im amerikanischen Militärarsenal gilt.
Pentagon-Vertreter gaben den Namen des Schiffes nicht bekannt.
Vertreter der US-Sechsten Flotte betonten, dass U-Boote der Ohio-Klasse aufgrund ihrer Fähigkeit, über längere Zeiträume unentdeckt zu operieren, einen wesentlichen Bestandteil der nuklearen Abschreckungsfähigkeiten Amerikas darstellen.
Zeitpunkt wirft Fragen auf
Die Ankunft des U-Bootes erfolgt in einer Zeit wachsender Instabilität im Nahen Osten und sich verschärfender Spannungen mit dem Iran.
Schnell kamen Spekulationen auf, ob der Stopp in Gibraltar mit der Konfrontation Washingtons mit Teheran zusammenhängen könnte, nachdem der Iran einen von den USA unterstützten Vorschlag zur Beendigung des regionalen Konflikts abgelehnt hatte.
Donald Trump wies die Reaktion des Iran am Wochenende als inakzeptabel zurück und signalisierte eine weitere Eskalation zwischen den beiden Seiten.
Amerikanische Offizielle haben die U-Boot-Verlegung nicht öffentlich mit der Situation um den Iran in Verbindung gebracht.
Zu den geheimsten militärischen Mitteln
U-Boote der Ohio-Klasse werden selten offen diskutiert, da ihre genauen Standorte typischerweise als geheim eingestuft sind.
Laut US-Medienberichten stellen U-Boote, die ballistische Raketen mit nuklearen Sprengköpfen tragen, eines der geheimsten Elemente des amerikanischen Militärs dar.
Die Schiffe sind im Allgemeinen mit ballistischen Trident II D5-Raketen bewaffnet, die mehrere nukleare Sprengköpfe tragen können.
Militärvertreter bestätigten nicht, ob das derzeit in Gibraltar liegende U-Boot Atomwaffen an Bord hat.
Die US-Marine erklärte lediglich, dass ballistische Raketen an Bord seien.
Strategisches Signal in angespannter Lage
Militäranalysten betrachten U-Boot-Bewegungen seit langem als hochkalkulierte Signale in Zeiten geopolitischer Spannungen.
Im Gegensatz zu Flugzeugträgern oder Kampfflugzeug-Verlegungen operieren U-Boote mit ballistischen Raketen normalerweise fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Das macht sichtbare Auftritte wie den Stopp in Gibraltar besonders bemerkenswert in einem Moment, in dem Washington, Teheran und mehrere Regionalmächte in einer zunehmend volatilen Pattsituation verharren.