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Mutter von zwei kindern tot in gefrierschrank eines supermarkts aufgefunden – angehörige klagen auf millionen

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Eine in Florida eingereichte Klage wirft Fragen zu Sicherheitsvorkehrungen und dem Handeln von Mitarbeitern in einem Discounter in Miami auf, nachdem eine junge Ärztin tot in einem nicht öffentlich zugänglichen Bereich aufgefunden worden war. Im Mittelpunkt des Falls steht, was sich während der Schließungszeit des Geschäfts ereignete und wie die Beschäftigten anschließend reagierten.

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Die Vorwürfe sind nun Gegenstand eines Rechtsstreits in Höhe von 50 Millionen US-Dollar.

Entdeckung im Geschäft

Law&Crime berichtet, dass Helen Massiell Garay Sanchez, eine 32-jährige Anästhesistin und Mutter von zwei Kindern, tot in einem Gefrierschrank einer Dollar-Tree-Filiale im Stadtteil Little Havana in Miami aufgefunden wurde. Das Geschäft befindet sich in der 968 SW 8th Street.

Das Miami Police Department bestätigte gegenüber Law&Crime, dass Einsatzkräfte am 14. Dezember nach dem Anruf eines Mitarbeiters ausrückten. Laut dem CBS-Partner WFOR war über Polizeifunkscanner ein Notrufdisponent zu hören, der sagte: „Der Anrufer hat eine nackte Frau im Kühlraum des Geschäfts gefunden.“

Polizeieinsatz

„Wir erhielten einen Anruf von einem Mitarbeiter, der meldete, dass sich eine verstorbene Frau im Geschäft, in einem Gefrierschrank, befinde“, sagte ein Sprecher der Polizei von Miami gegenüber Law&Crime. „Es wird kein Fremdverschulden vermutet, aber es handelt sich weiterhin um eine aktive und laufende Untersuchung.“

Die Polizei erklärte, Sanchez sei in einem Gefrierschrank in einem ausschließlich für Mitarbeiter zugänglichen Bereich gefunden worden. Ermittler gaben an, es gebe keine Anzeichen dafür, dass sie hineingezwungen worden sei, auch wenn weiterhin unklar ist, wie sie dort hineingeriet.

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Ereignisse vor Geschäftsschluss

Laut von Law&Crime zitierten Polizeierklärungen wurde Sanchez am Samstagabend kurz vor Ladenschluss beim Betreten des Geschäfts gesehen. Sie soll keinen Einkauf getätigt haben und wurde später dabei beobachtet, wie sie auf einen Gefrierschrank in einem hinteren Lagerraum zuging.

In der Klage der Familie heißt es, dass „Sanchez, während sie sich als eingeladene Besucherin auf dem Gelände befand, in einem begehbaren Gefrierschrank innerhalb der Dollar-Tree-Filiale eingeschlossen wurde und infolgedessen tödliche Verletzungen erlitt“.

Angebliche Versäumnisse des Managements

Die Klageschrift wirft der Filialleiterin Yanelkis Gonzalez vor, darüber informiert worden zu sein, dass Sanchez das Geschäft nicht verlassen hatte. Der Klage zufolge bat ein Kunde sie, die Überwachungsaufnahmen zu überprüfen, um bei der Suche nach ihr zu helfen.

„Gonzalez wies den Dollar-Tree-Mitarbeiter ausdrücklich an, die Überwachungsaufnahmen nicht zu überprüfen“, heißt es in der Klage.

Zudem wird behauptet, Dollar Tree habe es versäumt sicherzustellen, dass alle Kunden das Geschäft vor Ladenschluss verlassen hatten, und habe den Gefrierschrank nicht ordnungsgemäß gesichert.

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Vorwürfe zu Sicherheit und Haftung

Die Familie macht geltend, dass der Gefrierschrank nicht über ausreichende Sicherheitsmechanismen verfügte, darunter „eine interne Notentriegelung, einen Riegel oder einen Alarm, um ein Einschließen zu verhindern“. In der Klage wird argumentiert, das Unternehmen habe es versäumt, sichere Räumlichkeiten zu gewährleisten oder einer vermissten Kundin zu helfen.

Das Management von Dollar Tree reagierte nicht auf Anfragen von Law&Crime um eine Stellungnahme.

Erinnerung an Sanchez

Auf einer GoFundMe-Seite wird Sanchez, die ursprünglich aus Nicaragua stammte, als „hingebungsvolle“ Ärztin und „geliebte“ Mutter beschrieben. „Ihr Mitgefühl, ihr Können und ihr Einsatz für die Rettung junger Leben prägten sowohl ihre Karriere als auch ihren Charakter“, heißt es dort.

Ihre beiden Kinder leben derzeit in Nicaragua.

Quellen: Law&Crime, Miami Police Department, CBS WFOR, GoFundMe

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