Polizei erhält bedeutende neue Akten im Zusammenhang mit dem Hauptverdächtigen im Fall Madeleine McCann
Mehr als achtzehn Jahre nachdem Madeleine McCann während eines Familienurlaubs in Portugal verschwand, prüfen Ermittler weiterhin neue Informationen im Zusammenhang mit dem Fall.
Britische Ermittler, die an der Operation Grange arbeiten, haben Berichten zufolge ein neues Dossier mit Material erhalten, das mit Christian Brueckner in Verbindung steht, dem Deutschen, der in Deutschlands parallelen Ermittlungen weiterhin der Hauptverdächtige ist.
Den Berichten zufolge enthalten die neu übermittelten Akten bisher ungesehene Informationen, die die laufenden Ermittlungen unterstützen könnten.
Neuer Fokus auf bestehenden Verdächtigen
Madeleine verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung in Praia da Luz, während sie mit ihrer Familie Urlaub machte.
Brueckner lebte zu dieser Zeit in der Gegend und wurde 2022 von den deutschen Behörden formell als Verdächtiger identifiziert. Trotz jahrelanger Ermittlungen wurde er nie wegen einer Straftat im Zusammenhang mit Madeleines Verschwinden angeklagt.
Berichte legen nahe, dass das jüngste Beweismittelpaket das Interesse britischer Ermittler neu entfacht hat.
„Diese Entwicklungen sind immens – sie zeigen, dass das Interesse der Met an Brueckner real ist. Sie sind hinter ihm her – wie die Deutschen“, sagte eine Quelle gegenüber The Sun.
Die jüngsten Entwicklungen erfolgen kurz nachdem Brueckner eine Haftstrafe in Deutschland wegen einer nicht damit zusammenhängenden Straftat verbüßt hatte und freigelassen wurde.
Interviewanfrage abgelehnt
Britische Behörden haben zuvor versucht, Brueckner im Rahmen ihrer Ermittlungen zu befragen.
Letztes Jahr bestätigte die Metropolitan Police, dass ein formeller Antrag über internationale Rechtswege eingereicht worden war, um ein Interview mit dem Verdächtigen zu führen.
Die Anfrage wurde letztlich abgelehnt.
DCI Mark Cranwell, der leitende Ermittlungsbeamte, der die Untersuchung führt, sagte: „Wir können bestätigen, dass diese Person in den eigenen Ermittlungen der Metropolitan Police weiterhin ein Verdächtiger ist.“
Trotz der Ablehnung haben die Ermittler angedeutet, dass die Bemühungen, Beweise zu sammeln und neuen Spuren nachzugehen, weiterhin andauern.
Zusammenarbeit über drei Ländergrenzen hinweg
Die Operation Grange ist seit 2011 aktiv und beinhaltet weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen britischen, deutschen und portugiesischen Behörden.
Die Polizei hat wiederholt erklärt, dass die Suche nach Antworten bezüglich Madeleines Verschwinden nicht abgeschlossen wurde.
Die Metropolitan Police bekräftigte diese Position in einer jüngsten Erklärung.
„Wir werden weiterhin allen vielversprechenden Ermittlungsansätzen nachgehen“, erklärte die Behörde.
Die Behörden haben den Inhalt des neu gemeldeten Dossiers nicht öffentlich bekannt gegeben, und es wurden keine Anklagen gegen Brueckner im Zusammenhang mit Madeleine McCanns Verschwinden erhoben.
Die Ermittlungen bleiben aktiv, da die Detektive weiterhin Informationen aus mehreren Gerichtsbarkeiten prüfen, um festzustellen, was im Mai 2007 in Praia da Luz geschah.