Millionen von Kindern in den Vereinigten Staaten wachsen in Gebieten mit ungesunder Luft auf.
Ein neuer Bericht warnt, dass sich die Lage verschärfen könnte, da Umweltschutzmaßnahmen zurückgefahren werden, berichtet The Guardian.
**Weit verbreitete Belastung**
Fast die Hälfte aller Kinder in den USA atmet schädlich verschmutzte Luft ein.
Laut The Guardian, der sich auf den neuesten Bericht der American Lung Association beruft, leben etwa 33,5 Millionen Kinder in Gebieten, die mindestens einen Luftqualitätsstandard nicht erfüllten.
Die Studie bewertete Verschmutzungsdaten zwischen 2022 und 2024, wobei der Fokus auf Smog und Partikelverschmutzung lag.
Es wurde auch festgestellt, dass etwa 7 Millionen Kinder in Gebieten leben, die alle drei Verschmutzungsstandards nicht erfüllten.
**Gesundheitsrisiken steigen**
Experten betonen, dass Kinder besonders anfällig für verschmutzte Luft seien.
„Die Lungen von Kindern entwickeln sich noch. Gemessen an ihrer Körpergröße atmen sie mehr Luft ein. Und da Kinder draußen spielen, aktiver sind, atmen sie mehr Außenluft ein … Daher kann die Exposition gegenüber Luftverschmutzung bei Kindern zu langfristigen Entwicklungsschäden an ihren Lungen, neuen Asthmafällen, erhöhten Risiken für Atemwegserkrankungen und anderen gesundheitlichen Problemen im späteren Leben beitragen“, so Will Barrett von der American Lung Association.
Laut The Guardian umfassen diese Risiken langfristige Lungenschäden und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit chronischer Krankheiten.
**Ungleichheit als Problem**
Der Bericht hebt Ungleichheiten bei der Exposition zwischen verschiedenen Gemeinschaften hervor.
Laut The Guardian leben People of Color deutlich häufiger in Gebieten mit schlechter Luftqualität.
Obwohl sie nur etwas über 42 % der Bevölkerung ausmachen, stellen sie mehr als die Hälfte derjenigen dar, die in stark verschmutzten Gebieten leben.
Sie sind auch anfälliger für bereits bestehende Gesundheitszustände, die die Auswirkungen der Verschmutzung verschlimmern.
**Ursachen der Verschmutzung**
Smog bleibt der am weitesten verbreitete Luftschadstoff, der die Amerikaner betrifft.
Laut The Guardian waren etwa 129 Millionen Menschen ungesunden Ozonwerten ausgesetzt, der höchste Wert seit sechs Jahren.
Faktoren wie extreme Hitze, Dürre und Waldbrände haben zu steigenden Verschmutzungswerten beigetragen.
Der Klimawandel verschärft zudem die Bedingungen, die die Anreicherung von Schadstoffen begünstigen.
**Politische Bedenken**
Experten warnen, dass jüngste politische Änderungen die Situation verschlimmern könnten.
Laut The Guardian hat die Trump-Regierung zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen zurückgenommen, darunter Emissionsgrenzwerte und Luftqualitätsstandards.
„Es findet eine Abwertung der Kindergesundheit durch diese EPA statt, da sie entscheidende Gesundheitsschutzmaßnahmen schwächt, verzögert und aufhebt“, so Barrett.
Befürworter äußern, dass diese Änderungen die Verschmutzungsrisiken in den kommenden Jahren erhöhen könnten.
**Wachsende Belastungen**
Der Bericht verweist auch auf neue Verschmutzungsquellen, darunter Rechenzentren.
Laut The Guardian verbrauchen diese Einrichtungen zunehmend große Mengen an Strom, wobei sie oft auf fossile Brennstoffe angewiesen sind.
Notstromgeneratoren, die von solchen Standorten verwendet werden, können ebenfalls schädliche Emissionen freisetzen.
Da die Nachfrage wächst, seien laut Experten sauberere Energielösungen unerlässlich, um weitere Auswirkungen zu begrenzen.
Quellen: The Guardian