Trump nahm die Idee schnell auf.
Hochrangige internationale Verhandlungen enden gewöhnlich mit formellen Handschlägen und sehr ernsthaften Reden.
Doch wenn die größten politischen Akteure auf der Weltbühne zusammenkommen, kann das übliche Drehbuch leicht über den Haufen geworfen werden.
Ein prominenter Staatschef scherzt bereits darüber, die Schuld zuzuschieben, falls ein massives Friedensabkommen scheitert.
Die Verantwortung abschieben
US-Präsident Donald Trump erwartet, dass diesen Freitag in der Schweiz ein historisches Abkommen mit dem Iran unterzeichnet wird. Laut The Express skizzierte er die überraschenden Details während einer kürzlichen G7-Pressekonferenz.
Das umfassende Abkommen zielt darauf ab, Teheran am Erwerb einer Atomwaffe zu hindern, während gleichzeitig entscheidende globale Schifffahrtswege wiedereröffnet werden. Der Präsident gab jedoch zu, dass er die eigentliche Unterzeichnungszeremonie möglicherweise vollständig auslassen werde.
Als ein Reporter fragte, ob Vizepräsident JD Vance stattdessen reisen würde, nahm Trump die Idee schnell auf. „Diese Idee gefällt mir. Sicher. Auf diese Weise, wenn es klappt, werde ich den Ruhm einheimsen. Wenn es nicht klappt, gebe ich JD die Schuld“, scherzte er.
Milliarden auf dem Spiel
Die vorgeschlagenen Bedingungen bieten massive finanzielle Erleichterungen für die Nahost-Nation. Der Pakt beendet offiziell die amerikanische Seeblockade und öffnet die Straße von Hormus für zwei Monate zollfrei wieder.
Es ermöglicht Teheran auch, sofort Öl frei zu verkaufen. Wenn die Staats- und Regierungschefs die nuklearen Bedingungen festlegen, könnten sie rund 300 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen Vermögenswerten freigeben, um nach jüngsten Konflikten wiederaufzubauen.
Während seiner Rede lobte der Präsident die neue iranische Führung als „sehr klug“ und „weit weniger radikalisiert“ als frühere Regime. Er erklärte, dass die Fortsetzung des Kampfes eine „wirtschaftliche Katastrophe“ ausgelöst hätte.
Dennoch sprach der amerikanische Staatschef eine sehr harsche Warnung aus. Er versprach, das Land „in Grund und Boden zu bomben“, falls die Verantwortlichen das Abkommen nicht einhalten.
Frustrierte Verbündete
Diese plötzliche Waffenruhe ist ein schwerer Schlag für den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu. Das umfassende Abkommen fordert einen sofortigen Stopp der Kämpfe im Libanon zwischen israelischen Streitkräften und Hisbollah-Milizen.
Trump sprach seinen militärischen Verbündeten in Tel Aviv unverblümten öffentlichen Rat aus. Während er Israel als „guten Partner“ bezeichnete, kritisierte er scharf deren jüngste Bombenangriffe über die Grenze hinweg.
„Ich sage nicht, dass sie sich nicht schützen sollen. Ich sage, wenn zwei Drohnen in die Wüste geschossen werden und harmlos niedergehen, muss man keine Gebäude in Beirut einreißen“, erklärte Trump.
Er teilte auch einen scharfen Seitenhieb gegen den britischen Premierminister Keir Starmer aus. Der Präsident kritisierte den britischen Staatschef scharf dafür, dass er sich weigerte, bei der Räumung der Wasserwege während des Konflikts zu helfen.
Quelle: The Express