Der Zeitpunkt des Einsatzes ist kein Zufall.
Der Krieg im Iran dauert nun fast drei Monate an, doch nun richten sich die Blicke auf US-Militärbewegungen auf der anderen Seite des Atlantiks.
Am Mittwoch bestätigte das Pentagon, dass eine große Flugzeugträger-Kampfgruppe offiziell in die Karibik eingelaufen ist, wie mehrere Nachrichtenagenturen berichteten. Nach Angaben des US-Südkommandos umfasst die Flotte die riesige USS Nimitz, einen Zerstörer und ein vollständiges Kampfgeschwader.
Das US-Südkommando erklärte auf X, die Flotte stelle „den Inbegriff von Einsatzbereitschaft und Präsenz, unübertroffener Reichweite und Tödlichkeit sowie strategischem Vorteil“ dar. Es fügte hinzu, die USS Nimitz habe „ihre Kampfkraft weltweit unter Beweis gestellt und Stabilität sowie die Verteidigung der Demokratie von der Taiwanstraße bis zum Arabischen Golf gewährleistet.“
Die Vergangenheit aufrollen
Der Zeitpunkt des Marineeinsatzes ist kein Zufall. Am exakt selben Tag unternahm die Trump-Regierung einen dramatischen rechtlichen Schritt, indem sie Anklage gegen den ehemaligen kubanischen Machthaber Raúl Castro erhob.
Die Staatsanwaltschaft nimmt den 94-Jährigen wegen einer Tragödie ins Visier, die sich vor dreißig Jahren ereignete. Die Anklagepunkte rühren vom Abschuss zweier Zivilflugzeuge im Jahr 1996 her, die von einer Exilgruppe namens „Brothers to the Rescue“ geflogen wurden. Dieser Vorfall führte zu vier Todesfällen, darunter drei amerikanische Staatsbürger.
Washington verknüpft diese rechtlichen Schritte explizit mit seinen umfassenderen außenpolitischen Zielen. Präsident Donald Trump hat wiederholt gewarnt, Kuba stehe nach den jüngsten amerikanischen Militäroperationen gegen den Iran „als Nächstes“ auf seiner Liste. Er behauptete auch, die kommunistische Insel werde „bald“ fallen.
Warnungen vor Blutvergießen
Die Führung in Havanna weigert sich, angesichts des amerikanischen Drucks nachzugeben. Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat eine scharfe Antwort auf die wachsenden Drohungen aus Washington gegeben.
Er stellte klar, sein Land werde sich wehren, sollten amerikanische Truppen eine Invasion versuchen. Anfang dieser Woche betonte der kubanische Führer, seine Nation habe das „absolute und legitime Recht“, sich gegen jeden militärischen Angriff zu verteidigen.
Für beide Seiten steht extrem viel auf dem Spiel. Der kubanische Präsident warnte, jeder direkte amerikanische Angriff würde schnell „ein Blutbad mit unkalkulierbaren Folgen“ auslösen.
Ecos aus dem Iran
Im Vorfeld des Starts der Operation Epic Fury (der Name der US-israelischen Operation im Iran) entsandten die USA mehrere Flugzeugträger in die Region.
Die Flugzeugträger-Kampfgruppe USS Abraham Lincoln traf Ende Januar 2026 ein, und die USS Gerald R. Ford wurde wenige Wochen später angewiesen, ihren Standort von der Karibik in den Nahen Osten zu verlegen.
Quellen: The Nation, The Hill, NDTV, The Guardian