Eine wachsende Spaltung ist innerhalb von Donald Trumps politischer Bewegung entstanden, nachdem die USA einen Angriff auf den Iran durchgeführt haben.
Eine der bekanntesten konservativen Stimmen scheint nun außerhalb des inneren Kreises zu stehen.
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Laut The Independent ist Kommentator Tucker Carlson im inneren politischen Kreis von Donald Trump in Ungnade gefallen, nachdem er die Militäroperation im Iran scharf kritisiert hatte.
Carlson, der lange als eine dem Make America Great Again (MAGA)-Bewegung wohlgesonnene Persönlichkeit galt, verurteilte die Entscheidung während eines Gesprächs mit dem Journalisten Jonathan Karl.
Scharfe Kritik
Während des Interviews beschrieb Carlson den Angriff in deutlichen Worten.
Er sagte, die Entscheidung, den Angriff zu starten, sei „absolut widerlich und falsch“.
In seinem Podcast stellte Carlson außerdem den Zweck des Konflikts infrage und argumentierte, dass er nicht den nationalen Interessen der USA diene.
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„Dies ist Israels Krieg. Dies ist nicht der Krieg der Vereinigten Staaten. Dieser Krieg wird nicht aus Gründen der nationalen Sicherheit der USA geführt – um die Vereinigten Staaten sicherer oder wohlhabender zu machen. In diesem Krieg geht es nicht einmal um Massenvernichtungswaffen oder Atomwaffen“, sagte Carlson.
Gegenreaktionen von Verbündeten
Carlsons Äußerungen lösten Kritik von mehreren mit Trump verbundenen Persönlichkeiten aus.
Die rechtsgerichtete Aktivistin Laura Loomer beschuldigte den Moderator, die politische Bewegung zu untergraben, die er einst unterstützt habe.
„Tucker arbeitet aktiv im Interesse des iranischen Regimes und versucht bewusst, die America-First-MAGA-Basis von innen heraus zu zerschlagen“, schrieb Loomer.
Trumps Berater Stephen Miller verteidigte ebenfalls den Ansatz der Regierung und sagte, die Vereinigten Staaten blieben „die größte, unangefochtene und konkurrenzlose Macht der Welt“ und ihre militärische Stärke „sollte genutzt werden, um die Interessen der Vereinigten Staaten zu schützen und zu verteidigen“.
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Spaltungen innerhalb von MAGA
Die Debatte über die Operation im Iran hat breitere Meinungsverschiedenheiten unter Trumps Unterstützern offengelegt.
Im Gespräch mit o2.pl sagte der Politikwissenschaftler Bohdan Szklarski von der Universität Warschau, einige Mitglieder von Trumps Basis befürchteten, dass außenpolitisches Engagement von innenpolitischen Prioritäten ablenken könnte.
„Einige seiner Unterstützer sehen Trumps internationales Engagement als eine Abkehr davon, innenpolitische Themen zu priorisieren. Nicht so sehr als gebrochenes Versprechen, sondern eher als eine Fokussierung auf Themen, die im Vergleich zur Wirtschaft und zum Wohlergehen der Wähler zweitrangig sind“, sagte Szklarski.
Auch die öffentliche Meinung scheint gespalten zu sein. Laut einer Umfrage von CNN missbilligen 59 Prozent der Amerikaner das Vorgehen der Regierung im Iran, während 41 Prozent es unterstützen.
Quellen: The Independent, o2.pl, CNN