Demokratische Standards sind weltweit zunehmendem Druck ausgesetzt.
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Laut internationalen Beobachtern ist in den letzten Jahren ein stetiger Rückgang der politischen Freiheiten zu verzeichnen.
Ein neuer globaler Bericht enthüllt nun, wie selbst seit langem etablierte Demokratien betroffen sind.
Rekordtief
Die Freiheit in den Vereinigten Staaten hat laut Freedom House den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht.
Das Land erreichte im aktuellen Jahresindex 81 von 100 Punkten und behielt seinen Status als „frei“ bei, rutschte aber auf ein historisches Tief ab.
Damit liegen die USA gleichauf mit Ländern wie Südafrika und unterhalb einiger europäischer Verbündeter sowie Südkorea und Panama.
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Ursachen des Rückgangs
Freedom House führte den Rückgang auf wachsende politische Dysfunktion und Veränderungen in der Regierungsführung zurück.
„Der Rückgang in den Vereinigten Staaten ist sowohl auf die Dysfunktion der Legislative als auch auf die Dominanz der Exekutive, den zunehmenden Druck auf die Fähigkeit der Bürger, sich frei zu äußern, und die Bemühungen der neuen Regierung, Antikorruptionsmaßnahmen zu untergraben, zurückzuführen“, sagte die Organisation.
Der Bericht verweist auf Maßnahmen, die seit der Rückkehr von Donald Trump ins Amt ergriffen wurden, darunter institutionelle Veränderungen und erweiterte Durchsetzungsmaßnahmen.
Die Ergebnisse sind Teil eines umfassenderen globalen Musters.
Die Freiheit ist weltweit im Jahr 2025 das 20. Jahr in Folge zurückgegangen, was Freedom House als „traurigen Meilenstein“ bezeichnete.
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Nur 21 % der Weltbevölkerung leben derzeit in Ländern, die als völlig frei eingestuft werden.
Spitze und Schlusslicht
Finnland war das einzige Land, das im Index die perfekte Punktzahl von 100 erreichte.
Am anderen Ende der Skala erhielt der Südsudan eine Punktzahl von Null.
Drei Länder – Bolivien, Malawi und Fidschi – verbesserten ihren Status nach politischen und rechtlichen Reformen auf „frei“.
Analysten sagen, die globale Landschaft werde zunehmend polarisiert.
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„Die Welt wird unfreier, die Mitte schrumpft, während freie Länder relativ stabil bleiben“, sagte Cathryn Grothe, eine Analystin von Freedom House.
In den letzten zwei Jahrzehnten sind mehr Länder in die Kategorie „nicht frei“ abgerutscht, als den Übergang zur Demokratie geschafft haben.
Quellen: Freedom House, Digi24