Südkorea entwickelt hyperschallschnelle Raketen mit dem Ziel der Serienproduktion bis 2035 und reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Staaten ein, die in extrem schnelle Waffensysteme investieren.
Gerade lesen andere
Südkorea beschleunigt seine Bemühungen zur Entwicklung hyperschallschneller Waffen und plant, bis 2035 mit der Serienproduktion zu beginnen, während sich das globale Wettrüsten um die nächste Generation von Raketen weiter verschärft.
Das Programm wird von Hyundai Rotem in Zusammenarbeit mit der staatlichen Agency for Defense Development geleitet und ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung der Abschreckung in Ostasien angesichts wachsender regionaler Spannungen.
Eine neue Waffengeneration
Hyperschallraketen erreichen Geschwindigkeiten von über Mach 5 und sind damit deutlich schneller als konventionelle Systeme.
Ihre Geschwindigkeit in Kombination mit der Fähigkeit, während des Flugs zu manövrieren, macht sie mit bestehenden Raketenabwehrsystemen nur schwer abzufangen.
Mehrere Länder — darunter die USA, Russland und China — verfügen bereits über solche Waffen, während andere versuchen aufzuschließen.
Lesen Sie auch
Technologie im Zentrum des Programms
Im Mittelpunkt der südkoreanischen Entwicklung steht das Antriebssystem HyCore, das seit 2018 entwickelt wird.
Das System ist darauf ausgelegt, während des Flugs Sauerstoff aus der Atmosphäre aufzunehmen und eine stabile Verbrennung bei sehr hohen Geschwindigkeiten aufrechtzuerhalten, wodurch anhaltender Hyperschallflug möglich wird.
Bei Tests im Jahr 2024 überschritt ein Demonstrator Mach 6 in einer Höhe von etwa 23 Kilometern, was auf Fortschritte in Richtung Einsatzfähigkeit hindeutet.
Angetrieben durch Spannungen auf der koreanischen Halbinsel
Das Programm steht in engem Zusammenhang mit Sicherheitsbedenken gegenüber Nordkorea, das in den letzten Jahren hyperschallschnelle Waffen priorisiert hat.
Pjöngjang hat mehrere erfolgreiche Tests gemeldet, auch wenn einige dieser Angaben von südkoreanischen Behörden infrage gestellt wurden.
Lesen Sie auch
Dennoch zwingt die Präsenz solcher Systeme in der Region Seoul zu einer Reaktion.
Ein sich ausweitendes Wettrüsten
Südkoreas Vorstoß spiegelt einen breiteren Trend in Asien wider, wo Staaten sowohl in hyperschallschnelle Waffen als auch in Abwehrsysteme investieren.
Berichten zufolge hat China solche Systeme bereits im Einsatz, während Japan Abfangsysteme entwickelt, um hyperschallschnelle Gleitflugkörper zu bekämpfen.
Für Südkorea würde die Integration solcher Waffen in das bestehende Arsenal die Reaktionszeiten verkürzen und die Fähigkeit erweitern, strategische Ziele anzugreifen.
Quellen: PortalTechnologiczny.pl